Veranstaltung Korean Automotive Business Day

Redakteur: Thomas Günnel

Am 3. Mai findet im Vogel Convention Center in Würzburg der „Korean Automotive Business Day“ statt. Er gibt einen Überblick über Marktchancen und mögliche Kooperationen deutscher und koreanischer Automobil-Unternehmen.

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Das „driving center“ von BMW in Korea. Der Markt bietet wachsende Chancen für deutsche Unternehmen.
Das „driving center“ von BMW in Korea. Der Markt bietet wachsende Chancen für deutsche Unternehmen.
(Foto: BMW)

Neben Vorträgen können sich die Teilnehmer auf der Veranstaltung mit Vertretern koreanischer Unternehmen austauschen. Am Vormittag referiert zum Beispiel Torben Karasek, Finanzgeschäftsführer der BMW Corea Co. Ltd. und Finanzvorstand von BMW Korea, über Trends des koreanischen Automobilmarktes. BMW investiert in Anseong/ Korea aktuell rund 110 Millionen Euro in ein neues Distributionszentrum für Ersatzteile. Günther Klopsch, Leiter des Industriesektors der Siemens Ltd., Seoul, referiert über die Möglichkeiten von Industrie 4.0 in der Automobilindustrie. Veranstalter des „Business Day“ ist die koreanische Wirtschaftsförderung „Korea Trade-Investment Promotion Agency“ (Kotra).

Wachsender koreanischer Markt

Für die deutschen Zulieferer ist Korea ein interessanter Markt: Die koreanischen Fahrzeughersteller steigern kontinuierlich ihre Produktionszahlen und ihre technischen Ansprüche. Deshalb sind führende Zulieferer wie Bosch, Brose, Continental, Huf Hülsbeck & Fürst, Mahle und ZF mit Produktionsstätten und/oder Entwicklungszentren in Korea vertreten. Auch die deutschen Automobilhersteller haben in dem Land Fuß gefasst: Mit 73 Prozent haben sie den weitaus größten Anteil am Importvolumen ausländischer Fahrzeuge nach Korea. Vor allem Premium-Fahrzeuge stehen hoch im Kurs. Die drei meistverkauften Importfahrzeuge sind der Volkswagen Tiguan, der BMW 5er-Reihe und die Mercedes-Benz E-Klasse. Die deutschen Autohersteller verkauften im Jahr 2014 rund 143.000 Fahrzeuge in Korea und steigerten ihren Absatz damit um 28 Prozent. Insgesamt verzeichnete der koreanische Automobilmarkt mit 1,65 Millionen verkauften Einheiten im Jahr 2015 einen Rekordabsatz.

Außerdem wächst der „footprint“ der koreanischen Hersteller in Europa: 2014 produzierten sie im Heimatmarkt 4,1 Millionen Fahrzeuge, im NAFTA-Raum 764.000 Einheiten und in der EU schon 572.000 Autos. Freihandelsabkommen mit der EU, den USA, ASEAN, Indien, EFTA und weiteren einzelnen Ländern erleichtern die Zusammenarbeit. Bei den Kfz-Zulieferkomponenten liegen Deutschland und Korea auf Platz Vier und Fünf der Weltrangliste. Die koreanischen Zulieferer – in der Mehrzahl mittelständische Unternehmen – haben sich in den vergangenen Jahren stark internationalisiert und konnten auch deshalb ihre Umsätze und ihren Weltmarktanteil stark steigern: von 3,2 Prozent in 2010 auf 5,9 Prozent in 2013. Mit Samsung SD und LG Chem sind zwei koreanische Hersteller die führenden Zulieferer von Lithium-Batterien für Elektrofahrzeuge.

Über die Kotra

Die koreanische Wirtschaftsförderung „Korea Trade-Investment Promotion Agency“ (Kotra) unterstützt deutsche Automobilzulieferer bei der Gründung von Niederlassungen, Tochtergesellschaften und Produktionsstätten und beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen in Korea. Sie fördert auch die Zusammenarbeit der koreanischen Zulieferer mit den deutschen Automobilherstellern.

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