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Müller Weingarten Kosten sollen gesenkt werden

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Der Anlagenbauer Müller Weingarten AG hat ein Drei-Jahres-Programm vorgelegt, um die Effizienz und die Spezialisierung der Unterehmensstandorte voranzutreiben.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Der Anlagenbauer Müller Weingarten AG hat ein Drei-Jahres-Programm vorgelegt, um die Effizienz und die Spezialisierung voranzutreiben. Betroffen von dem zum 1. Januar 2004 startenden Programms sind die drei Unternehmensstandorte Weingarten, Esslingen und Erfurt.

Hintergrung des Drei-Jahres-Programms ist der wachsende Preisdruck und der starke Wettbewerb. Zudem leidet das Unternehmen unter der Investitionszurückhaltung angesichts der augenblicklichen konjukturellen Lage. So reduzierte sich der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2003 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 220,0 Millionen Euro um 57,1 Millionen Euro auf 162,9 Millionen Euro.

160 Arbeitsplätze werden abgebaut

Das Programm sieht vor, das Werk Erfurt zum zentralen Produktionsstandort im Konzern auszubauen. Esslingen wird zum Technologiezentrum. Die dort angesiedelte Produktion wird teilweise nach Weingarten und Erfurt verlagert. Die Innenmontage für mechanische Großanlagen in Weingarten wird künftig ebenfalls in Erfurt angesiedelt. Vorstand und Aufsichtsrat erwarten von den Maßnahmen reduzierte Fertigungskosten und eine erhebliche Einsparung von Strukturkosten. Verbunden mit mit dem Umbau ist ein Abbau von insgesamt etwa 160 Arbeitsplätzen in Weingarten, Esslingen und Erfurt.

In Esslingen werden traditionell hydraulische Anlagen und Druckgussanlagen entwickelt, vertrieben und gebaut. Künftig soll der Standort aufgrund seiner zentralen und verkehrsgünstigen Lage zusätzlich zu einem Technologie-, Kunden- und Servicezentrum ausgebaut werden. Das Werk Erfurt wurde im Zuge der Übernahme der Umformtechnik Erfurt 2001 in das Unternehmen integriert. Günstige Produktionsbedingungen und eine günstige Kostenstruktur ermöglichen nach Unternehmensangaben hier eine wettbewerbsfähige Fertigung.

Weingarten ist Vertriebs- und Engineeringstandort für mechanisch angetriebene Anlagen und verlagert Teile der Innenmontage nach Erfurt. Weingarten bleibt Produktionsstandort für die Klein-/Mittelteilefertigung einschließlich der Innenmontage komplexer Anlagen und bleibt Servicestandort und Sitz der Konzernverwaltung.