Suchen

BMW M5: Kraftprotz in Nadelstreifen

| Autor / Redakteur: sp-x / Vera Scheid

Selbst bei seinem sportlichen Flaggschiff setzt BMW nun auf Downsizing. Der neue M5 kommt mit acht statt zehn Zylindern aus und so auf einen rekordverdächtig niedrigen Verbrauch.

Firma zum Thema

Formel 1 für die Straße: BMW verbindet beim neuen M5 erneut brachiale Fahrleistungen mit gediegenen Langstrecken-Qualitäten. Der Sportler im Nadelstreifenanzug wartet in der fünften Generation zudem mit vornehmen Trinksitten auf.

Beim Antrieb wurde zylindermäßig abgespeckt, in Sachen Leistung aber noch eins draufgelegt. Statt des bekannten Zehnzylinder-Hochdrehzahlmotors kommt nun ein V8 mit Turboaufladung zum Einsatz. Das 4,4-Liter-Triebwerk bringt es auf 412 kW/560 PS und schlägt den 5,0-Liter-Motor des Vorgängers um satte 53 PS. Bis zu 680 Nm werden per Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterräder geleitet. Die maximale Durchzugskraft liegt bereits ab 1.500 Touren an.

Der Spurt von 0 auf 100 km/h ist nach 4,4 Sekunden absolviert, nach 13 Sekunden erreicht die Tachonadel die 200er-Markierung. Schluss ist dann bei 250 km/h. Wer will, erhält gegen Aufpreis aber auch eine Version, die bis zu 305 km/h rennt.

Elektronisches Sperrdifferential an der Hinterachse

Damit die Kraft auch auf die Straße kommt, findet sich an der Hinterachse ein elektronisch geregeltes Sperrdifferential, das die Antriebskraft zwischen den beiden Hinterrädern verteilt. Die Fahrzeugcharakteristik lässt sich zudem elektronisch verstellen und frei programmieren. Verändert werden können unter anderem Gaspedalkennlinie, Lenkung und der Schleuderschutz ESP.

Beim Verbrauch hält sich der Neue jedoch zurück. Flossen beim Vorgänger noch mehr als 14 Liter auf 100 Kilometern aus dem Tank, sollen es jetzt nur noch 9,9 Liter (232 g CO2/km) sein. Damit wäre der M5 sogar sparsamer als das reguläre Achtzylindermodell BMW 550i, das sich einen halben Liter mehr genehmigt.

Front mit großen Lufteinlässen

Äußerlich gibt sich der Bayern-Bolide vergleichsweise zurückhaltend. Auf die überfließende Motorleistung weisen lediglich eine neue Front mit großen Lufteinlässen, ausgestellte Radhäuser und der Diffusor am Heck hin, der zwischen den vier verchromten Auspuff-Endrohren sitzt. Hinzu kommen ein Heckspoiler und 19-Zoll-Felgen im Spezialdesign.

Der M5 will aber nicht nur besonders sportlich sein, sondern in Sachen Sicherheit, Komfort und technischen Spielereien nicht hinter der normalen Limousine zurückstehen. So findet sich eine ganze Flut von elektronischen Helfern. Serienmäßig an Bord sind unter anderem ein Head-up-Display, Xenon-Scheinwerfer, Nachtsichtgerät und Internetzugang. Hinzu kommen nahezu alle Extras, die sich bereits in der Preisliste der Limousine finden.

Wenn der M5 Ende des Jahres zum Händler rollt, trifft er auf den Konkurrenten Mercedes E 63 AMG. Im kommenden Jahr dürfte der Audi RS6 hinzustoßen. Die Preise für den ausschließlich als Limousine angebotenen M5 sind noch nicht bekannt. Der Vorgänger kostete zuletzt rund 95.000 Euro.

(ID:378496)