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Bioethanol Kraftstoff aus Weinresten

| Autor / Redakteur: Hanne Schweitzer/SP-X / Christian Otto

Bei der Weinherstellung entstehen Pressrückstände, der so genannte Trester, die nun zu Bioethanol verarbeitet werden. Das Produkt wird in einem Scania-Bus auf der Langstrecke genutzt.

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Zwischen Bordeaux und Blaye fährt der speziell angepasste Scania-Dieselbus Interlink LD Euro 6 mit dem Sprit ED95.
Zwischen Bordeaux und Blaye fährt der speziell angepasste Scania-Dieselbus Interlink LD Euro 6 mit dem Sprit ED95.
(Bild: Scania)

Die Franzosen gehören zu den größten Weinproduzenten der Welt. Bei der Herstellung der edlen Tropfen fällt jede Menge Trester an. Aus diesen Rückständen der Traubenpressung gewinnt die Firma Raisinor France Alcools Bioethanol, der nun einen Scania-Bus im Langstreckeneinsatz antreibt: Zwischen Bordeaux und Blaye fährt der speziell angepasste Scania-Dieselbus „Interlink LD Euro 6“ mit dem Sprit „ED95“, der zu 95 Prozent aus Bioethanol besteht.

Geringe Emissionen aber hoher Verbrauch

In Sachen Emissionen hat der nachhaltige Kraftstoff die Nase weit vorn: Nach Angaben seines Herstellers sorgt er für 85 Prozent weniger CO2-Emissionen, 50 Prozent weniger Stickoxide und 70 Prozent weniger Partikel. Wegen der geringeren Energiedichte des Bioethanols verbraucht der Bus aber mehr, außerdem ist der Öko-Kraftstoff teurer. Die Masse an Trauben-Trester, die die Region im Anbaugebiet Bordeaux jährlich produziert, würde immerhin dazu ausreichen, 1.000 Fahrzeuge mit dem Biosprit anzutreiben.

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