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Wirtschaft Krise bei Nissan schlägt bei Renault durch

| Autor/ Redakteur: dpa / Jens Scheiner

Der Umsatz sinkt, Renault macht Verlust: 2019 hat der französische Hersteller zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt wieder rote Zahlen geschrieben. Das liegt unter anderem an den schlecht laufenden Geschäften von Partner Nissan.

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Erstmals seit 2009 ist Renault in die roten Zahlen gerutscht und will nun einen Sparplan auflegen.
Erstmals seit 2009 ist Renault in die roten Zahlen gerutscht und will nun einen Sparplan auflegen.
(Bild: Renault)

Die Krise bei Nissan wirkt sich nun auch auf den französischen Partner Renault aus: Erstmals seit 2009 ist der Autobauer in die roten Zahlen gerutscht. Der auf die Muttergesellschaft entfallende Fehlbetrag betrug im vergangenen Jahr 141 Millionen Euro nach einem Jahresüberschuss von 3,3 Milliarden Euro 2018, wie der Autobauer am Freitag (14. Februar) in Boulogne-Billancourt bei Paris mitteilte. Der Umsatz des französischen Traditionskonzerns sank um 3,3 Prozent auf rund 55,5 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis verminderte sich um rund 30 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro.

Der japanische Hersteller Nissan hatte bereits angekündigt, dass er wegen schwacher Verkäufe erstmals seit elf Jahren einen Quartalsverlust eingefahren hatte. Nissan trug bisher Milliardenbeträge zum Renault-Gewinn bei – im vergangenen Jahr waren es aber nur noch 242 Millionen Euro. Probleme bei Gemeinschaftsunternehmen in China belasteten zudem den Gewinn von Renault, auch Steuereffekte in Frankreich schlugen zu Buche.

Sparprogramm geplant

Nach dem ernüchternden Ergebnis will Renault nun einen Sparplan mit einem Umfang von mindestens zwei Milliarden Euro auf den Weg bringen. Interimschefin Clotilde Delbos machte am Freitag deutlich, dass dabei auch Fabriken in Frankreich und in der ganzen Welt auf dem Prüfstand stehen. „Wir haben kein Tabu, wir schließen nichts aus“, sagte die Topmanagerin.

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