Automobilmesse

L.A. Motorshow 2015: Das PS-Wettbieten

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Hommage an die Vergangenheit: Fiat 124 Spider

Für das größte Aufsehen aus europäischer Sicht sorgt in diesem Jahr aber Fiat. Die Norditaliener enthüllten den schmucken Zwillingsbruder vom Mazda MX-5. Ursprünglich als Alfa Romeo geplant und als Abarth-Version überdacht, feiert der offene Doppelsitzer an der amerikanischen Westküste seine Weltpremiere. 1966 wurde der erste Fiat 124 Spider in Turin enthüllt; zwei Jahre später kam er in die USA und wurde insbesondere in Kalifornien zum Erfolg. Im Gegensatz zum Mazda MX-5 gibt es einen 140 PS starken Turbobenziner mit 1,4 Litern Hubraum; sonst bieten die beiden Spaßmacher das gleiche Suchtpotenzial.

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Der Abgas-Skandal war insbesondere bei den deutschen Herstellern ein Thema. VW schickte seinen USA-Chef Michael Horn vor. Der betonte, dass Entschuldigungen allein nicht ausreichen, um den Schaden wieder wettzumachen. VW bietet seinen US-Kunden derzeit Einkaufs- und Reparaturgutscheine in Höhe von 1.000 Dollar sowie eine 24-Stunden-Mobilitätsgarantie für drei Jahre an, laut Horn haben sich bereits 120.000 Käufer beim Konzern gemeldet. Doch auch Horn weiß, dass man sich Vertrauen nicht zurückkaufen kann. „Wir müssen unsere Kunden auch ehrlich um Geduld bitten, bis alle Probleme beseitigt sind“. Das könne bis zu zwei Jahren dauern.

Volkswagen setzt auf die USA

Die ein oder andere überraschende Nachricht hatte Horn aber auch noch dabei: Zum einen zogen die Verkäufe des Golf, vor allem des GTI, in den USA im Oktober um 20 Prozent an. Zum anderen wird Volkswagen seine noch junge Fabrik in Chattanooga (Tennessee) für gut 700 Millionen Euro erweitern und 2.000 neue Jobs schaffen. Dort wird neben dem Passat das langersehnte neue SUV mit drei Sitzreihen gebaut. An Autos hat der gebeutelte Hersteller aus Wolfsburg indes wenig Neues zu bieten. Den schon bekannten US-Passat, eine Spaßversion des ebenfalls vertrauten VW Beetle mit Namen Dune (knapp 24.000 Euro teuer) und eine in Europa schon gezeigte Sportwagen-Studie auf Golf-Basis mit Plug-in-Hybrid. Im Gegensatz zu den Vorjahren dreht sich kein Diesel als „Verbrauchswunder“ im Scheinwerferlicht des diesmal eher bescheidenen VW-Standes.

Anders bei General Motors. Selbstbewusster denn je bewerben die Amerikaner ihren Chevrolet Colorado Pick-up mit neu entwickeltem 2,8-Liter-Diesel-Aggregat. 182 PS stark soll er als Hecktriebler eine Reichweite von über 1.000 Kilometern haben und Lasten bis zu 3,5 Tonnen an den Haken nehmen können. Daneben bedient die GM-Tochter auch das besonders in Kalifornien beliebte Öko-Segment: Der neue Volt kann ausgerüstet mit einer stärkeren Batterie (18,4 Kilowattstunden) rund 85 Kilometer weit rein elektrisch fahren, bevor ein kleiner Benzinmotor für den Rest des Weges sorgt – Bestwert unter den Plug-in-Hybriden.

Auch bei Honda fährt ein Modell mit alternativem Antrieb vor: Die Limousine Clarity Fuel Cell wird Wasserstoff betrieben und leistet 177 PS. Die Reichweite bei vollem Tank soll bei 700 Kilometern liegen. Der Tankzeit beträgt rund drei Minuten, ist also mit einem klassischen Benziner vergleichbar. Der Konkurrent des Toyota Mirai erscheint Anfang nächsten Jahres und soll auch nach Europa kommen.

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