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Renault Langer Elektrolaster

| Redakteur: Dipl.-Ing. Edgar Schmidt

Die E-Mobile von Renault sind noch gar nicht auf dem Markt, da ergänzt der französische Hersteller seine Modellpalette schon um ein weiteres Fahrzeug: den Kangoo Rapid Maxi Z.E. Er soll Ende 2011 auf den Markt kommen.

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Renault kleckert nicht bei den Elektroautos, sondern klotzt ordentlich ran. Um möglichst viele Interessenten mit den geplanten Elektromobilen anzusprechen, stellen die Franzosen auf dem Genfer Automobilsalon zusätzlich zu den schon vier bekannten Z.E.-Modellen (Z.E. steht für zero emission) Kangoo, Fluence, Zoe und Twizzy noch eine Langversion des Kangoo vor, die als Zwei- und Fünfsitzer ab Ende 2011 erhältlich sein wird. Der Wagen basiert auf dem Modell mit Verbrennungsmotor und ist in den gleichen Ausstattungsoptionen erhältlich.

Preise ab 21.200 Euro plus Batterieleasing

Die Preise beginnen für den Transporter bei 21.200 Euro, für die fünfsitzige Kombiversion werden 22.000 Euro fällig. Diese für ein Elektromobil sehr attraktiven Einstandspreise sind nur möglich, weil Renault die Antriebsbatterien preislich vom Fahrzeug getrennt hat und sie gesondert verleast. Das heißt, Kangoo Z.E.-Kunden müssen zusätzlich zum Kaufpreis ein Batterieleasing für die Lithium-Ionen-Akkus abschließen, das mit 72 Euro pro Monat (plus Mehrwertsteuer) zu Buche schlägt. Eine durchschnittliche Batterieladung soll laut Renault übrigens rund vier Euro kosten und unter optimalen Bedingungen für 170 Kilometer reichen.

Die Trennung von Batterie und Fahrzeug hat für Kunden und Hersteller verschiedene Vorteile: Renault kann die Modelle zu einem sehr attraktiven Einstandspreis anbieten und die Kunden tragen nicht mehr das Restwertrisiko für den sehr teuren Akkupack, von dem heute noch niemand wirklich sicher sagen kann, wie lange er unter realen Einsatzbedingungen wirklich hält.

Ambitionierte Ziele

Renault hat mit seinen reinen Elektromobilen sehr ambitionierte Ziele. Bis 2020 sollen rund zehn Prozent der Gesamtverkäufe von Renault Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb sein. Die Renault-Nissan-Allianz investiert deshalb vier Milliarden Euro in die Elektromobilität.

Ein Teil davon dient zum Beispiel zum Aufbau eigener Fabriken für Lithium-Ionen-Akkus. Mitte Februar hat das Unternehmen im portugiesischen Cacia den Grundstein für die dritte Batteriefabrik gelegt. Ein weiteres Werk entsteht derzeit im britischen Sunderland und im Renault-Werk im französischen Flins will der Hersteller die Antriebsakkus produzieren. Alle drei Fabriken können laut Unternehmensangaben ab Ende 2012 zusammen maximal 210.000 Batterien pro Jahr produzieren. Bis Renault diese Kapazität wirklich ausschöpfen muss, wird aber wohl noch einige Zeit vergehen. Die Basis haben die Franzosen aber bereits gelegt. Sowohl vom Kangoo Z.E als auch vom Fluence Z.E. lief Anfang Februar 2011 das einhundertste Fahrzeug vom Fertigungsband.

Wer sich für ein Renault-Elektroauto interessiert, kann sich unter www.renault-ze.de registrieren und wird dann vor Markteinführung informiert und zu einer Probefahrt eingeladen.

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