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Autoabsatz Langfrist-Minus statt Konjunktur-Delle

| Redakteur: Bernd Otterbach

Der Einbruch der Pkw-Absatzes könnte einer Studie zufolge nicht bloß eine vorübergehende Delle bedeuten. Vielmehr mehren sich nach Ansicht der Rating-Agentur Standard & Poor‘s die Anzeichen eines strukturellen Nachfrageschwunds.

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Für diese These spreche neben dem aktuellen Absatzeinbruch der Rückgang der Autonutzung sowie der immer älter werdende Fahrzeugbestand. Durch die gestiegene Qualität der Autos erhöhe sich ihre Lebensdauer und damit die Zahl der auf dem Markt verfügbaren Gebrauchtwagen. Diese deckten vor allem den Bedarf der jungen Bevölkerung ab. Das durchschnittliche Alter der Neuwagen-Käufer liegt der Studie zufolge mittlerweile in Deutschland bei 51 Jahren.

Bedeutung des Autos nimmt ab

Insgesamt habe die Bedeutung des Autos in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich abgenommen. Deshalb sei fraglich, ob die Verkaufszahlen nach der Krise wieder auf das alte Niveau zurückkehrten. Daran könnten staatliche Anreizprogramme, wie die Abwrackprämie in Deutschland, wohl nur vorübergehend etwas ändern.

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