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Kunststoff Lanxess baut Kapazitäten für Hightech-Kunststoffe in den USA aus

| Redakteur: Jens Scheiner

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess erweitert sein Werk für Hightech-Kunststoffe in Gastonia, US-Bundesstaat North Carolina, um eine zweite Produktionsstraße.

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Der Konzern investiert rund 15 Mio. USD in die neue Compoundier-Anlage. Mit dem Bau wird in der zweiten Jahreshälfte 2014 begonnen. Der Start der Produktion ist für Anfang des Jahres 2016 vorgesehen.
Der Konzern investiert rund 15 Mio. USD in die neue Compoundier-Anlage. Mit dem Bau wird in der zweiten Jahreshälfte 2014 begonnen. Der Start der Produktion ist für Anfang des Jahres 2016 vorgesehen.
(Foto: Lanxess)

Der Konzern investiert in die neue Compoundier-Anlage im US-Autogürtel rund 15 Millionen USD und wird damit die Kapazität von derzeit 20.000 auf 40.000 Jahrestonnen verdoppeln. Mit dem Bau wird in der zweiten Jahreshälfte 2014 begonnen. Der Start der Produktion ist für Anfang des Jahres 2016 vorgesehen. Das Werk in Gastonia stellt Hightech-Kunststoffe der Marken Durethan (Polyamid) und Pocan (Polyester) her. Damit können Automobil-Konstrukteure Metallteile in Fahrzeugen durch leichtere Kunststoffkomponenten ersetzen und dadurch Kraftstoffverbrauch und Emissionen verringern.

„Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein bedeutender Markt für Hightech-Kunststoffe und insbesondere die Automobilbranche“, sagte Lanxess Landeschef Flemming B. Bjoernslev. „Die Umsätze der US-Automobilbranche haben ihren höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht und mit dem Ausbau des Werkes in Gastonia unterstreichen wir unser Engagement für unsere Kunden in diesem Bereich.“

Leichtbau treibt Nachfrage nach Hightech-Kunststoffen

Durch Hybrid-und Verbundtechnologien können Ingenieure kosteneffizient Metallteile durch Hightech-Kunststoffe ersetzen. Der Einsatz von Leichtbaukomponenten kann das Gewicht der Teile zwischen zehn und 50 Prozent reduzieren. Die Montage dieser Materialien ist einfacher und es können Kosten eingespart werden.

Angesichts der steigenden Automobilproduktion und dem Trend zu leichteren Fahrzeugen steigt die Nachfrage nach diesen leichten Kunststoffanwendungen. In den USA wird ein Wachstum dieses Marktes von jährlich sieben Prozent bis zum Jahr 2020 erwartet. Zudem arbeiten die Automobilhersteller an der Umsetzung der Corporate-Average-Fuel-Economy-(CAFE) Vorschriften. Ziel ist die Senkung des durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchs von in den USA verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeugen.

„Mithilfe unserer Leichtbau-Materialien können die Hersteller das Fahrzeuggewicht senken und bessere Kraftstoff-Verbrauchswerte erreichen“, sagte Jens Fischer, General Manager der Lanxess Business Unit High Performance Materials (HPM).

Sogenannte Frontends aus der Kombination von Metall und Kunststoff sind mittlerweile in über 80 Automodellen und in Millionen von Fahrzeugen auf der Welt eingebaut. Durethan- und Pocan-Komponenten werden zudem in einer Vielzahl von Fahrzeugteilen eingesetzt, so zum Beispiel in Karosserieteilen, Ölwannen, Kühlmittelleitungen, Batteriegehäusen, Lenkstangen und Pedalen.

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