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Kunststoffe Lanxess expandiert in Asien

| Redakteur: Thomas Günnel

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess stärkt seine Beziehung zu den Automobilherstellern in der asiatisch-pazifischen Wachstumsregion. Das Unternehmen eröffnet dazu in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 im Hongkonger Science & Technology Park einen neuen Entwicklungsstandort.

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Lanxess eröffnet in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 im Hongkonger Science & Technology Park einen neuen Entwicklungsstandort. (Lanxess)
Lanxess eröffnet in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 im Hongkonger Science & Technology Park einen neuen Entwicklungsstandort. (Lanxess)

Der neue Standort umfasst eine computergestützte Entwicklungsabteilung und ein Zentrum zum Testen von Autoteilen aus den Kunststoffen Durethan (Polyamid) und Pocan (Polybutylenterephthalat). Das Unternehmen ist mit diesen beiden Marken bereits in Asien etabliert. Die beiden Kunststoffe stellen eine gewichtsreduzierende Alternative zu Metallen wie Stahl oder Aluminium dar. Darüber hinaus ermöglichen kostengünstigere Produktionsmethoden und einfachere Montage. Durethan und Pocan kommen unter anderem in Motorhalterungen, Türstrukturen, Frontschürzen und Sitzquerträgern zum Einsatz. Der Konzern zeigt seine Kunststoffe vom 18. bis 21. April auf der „Chinaplas“ – Asiens größter und wichtigster Fachmesse für Kunststoff und Kautschuk.

Florierende chinesische Autoindustrie

China ist inzwischen der weltweit größte Markt für die Autoindustrie. Für das laufende Jahr wird ein Wachstum von bis zu acht Prozent erwartet. Diese Entwicklung wird zunehmend vom Inlandsverbrauch und der steigenden Kaufkraft der wachsenden chinesischen Mittelschicht angetrieben. Einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney zufolge werden bis zum Jahr 2030 zirka 800 Millionen Chinesen der Mittelschicht angehören.

Gleichzeitig fördert die Chinesische Regierung das nachhaltige Wachstum der heimischen Wirtschaft, indem sie das Einsparen von Energie und den bewussten Umgang mit Ressourcen unterstützt. Der zwölfte Fünf-Jahres-Plan beinhaltet das ambitionierte Ziel, die CO2-Emissionen bis 2020 pro Einheit des Bruttoinlandsprodukts um 40-45 Prozent zu senken.

Im laufenden Geschäftsjahr will Lanxess seinen Konzernumsatz in China auf eine Milliarde Euro steigen. Das Unternehmen beschäftigt vor Ort rund 900 Mitarbeitern an zehn Standorten.

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