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K 2013 Lanxess setzt auf „grüne“ Mobilität

| Redakteur: Michael Ziegler

Lanxess stellt auf der Kunststoff- und Kautschukmesse „K 2013“ in Düsseldorf Lösungen für „grüne“ Mobilität in den Fokus: Der Chemie-Konzern setzt u. a. auf Hochleistungskautschuke für rollwiderstandsarme Reifen und Hightech-Thermoplaste für den Leichtbau.

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Dr. Werner Breuers, Mitglied im Vorstand von Lanxess: „Weltweit sind mehr als eine Milliarde Autos unterwegs, 2050 werden es voraussichtlich 2,5 Milliarden sein. Nachhaltige Mobilität wird daher zum globalen Megatrend.“
Dr. Werner Breuers, Mitglied im Vorstand von Lanxess: „Weltweit sind mehr als eine Milliarde Autos unterwegs, 2050 werden es voraussichtlich 2,5 Milliarden sein. Nachhaltige Mobilität wird daher zum globalen Megatrend.“
(Foto: Lanxess)

Bereits 2012 erzielte der Spezialchemie-Konzern fast 20 Prozent seines Umsatzes mit Produkten für grüne Mobilität. Im letzten Jahr investierte Lanxess mit 192 Mio. Euro rund 2,1 Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung – rund 33 Prozent mehr als im Jahr davor. „Unsere Innovationskultur soll sich vor allem in den Wachstumsmärkten in China, Indien, Russland und Brasilien auszahlen. Dort bauen wir unsere Präsenz stark aus“, so Dr. Werner Breuers, Mitglied im Vorstand von Lanxess. Ebenfalls wurde vor einem Monat in Singapur ein Werk für Butylkautschuk mit einer Kapazität von 100.000 Jahrestonnen eröffnet.

EPDM – Fokus auf ACE-Technologie und Wachstumsmärkte

Im Geschäft mit den Ethylen-Propylen-Hochleistungselastomeren (EPDM) Keltan will Lanxess mit fortschrittlichen Produktionstechnologien, Investitionen in wachsende Märkte und einem fokussierten Portfolio global neue Marktanteile erobern. Eine zentrale Rolle spielt dabei die ACE-Technologie, mit der EPDM chlorfrei und hochrein hergestellt und seine Zusammensetzung bis ins Detail kontrolliert werden kann. „Sieben Varianten des EPDM-Portfolios verdanken der ACE-Technologie inzwischen ihre überlegene Performance. Außerdem können wir unser Portfolio mit ihr um neue EPDM-Typen erweitern“, so Dr. Torsten Derr, Leiter der Business Unit Keltan Elastomers. Zu deren Investitionen zählt u. a. das weltweit größte EPDM-Werk in Changzhou in China mit einer Jahreskapazität von bis zu 160.000 Tonnen. Die Produktion soll ab dem Jahr 2015 starten.

Technische Kautschuke

Die Business Unit High Performance Elastomers, weltweit einer der führenden Anbieter technischer Kautschuke, setzt auf hochspezifische Problemlöser. Im Geschäft mit Nitril-Butadien-Kautschuk (NBR) verfolgt sie eine Vier-Säulen-Strategie: Neben wirtschaftlichen NBR-Typen und einer Diversifizierung des Portfolios etwa durch kundenspezifisch maßgeschneiderte Werkstoffe liegt der Schwerpunkt auf NBR-Varianten und neuen Baymod-Pulver-NBR-Typen. In der Herstellung von Polychloropren erweitert eine neuartige Aufarbeitungsstufe die Einsatzmöglichkeiten dieses Kautschuks. „Mit ihrer Hilfe haben wir die zwei neuen Produktfamilien Baypren HP und GF in der Pipeline. Baypren HP umfasst etwa Produkte, die mit ihren Eigenschaften so noch nicht im Markt zu finden sind“, so Jan Paul de Vries, Leiter von High Performance Elastomers. Beim Polyethylen-Vinylacetat (EVM) Levapren hat u. a. ein Materialtyp in der Schlagzähmodifikation von Polymilchsäure gute Chancen. Investitionsschwerpunkt der Business Unit ist Asien. So wurde etwa im Mai 2012 in Nantong in China mit einem Partner ein Werk für Nitrilkautschuk mit 30.000 Tonnen Jahreskapazität eröffnet.

Hightech-Thermoplaste – Ausnahmeposition im Leichtbau

Die Business Unit High Performance Materials (HPM) will auf der K 2013 ihre globale Ausnahmestellung im Leichtbau von Automobilen mit den Hightech-Polyamiden und -Polyestern Durethan bzw. Pocan herausstellen. Diese Position wurde kürzlich noch einmal durch die Akquisition von Bond-Laminates gestärkt – mit Tepex ein Hersteller und Anbieter Endlosfaser-verstärkter, thermoplastischer Hochleistungsverbunde. „Wir sind nun weltweit einer der wenigen Thermoplast-Hersteller, der aus einer Hand großserienerprobte Compounds und Hochleistungsverbundwerkstoffe mit zugehörigem anwendungstechnischen Know-how für die Massenfertigung von Leichtbauteilen anbieten kann“, erklärte Dr. Michael Zobel, Leiter von HPM. Die Ausnahmestellung im Leichtbau soll vor allem genutzt werden, um das Geschäft in den Wachstumsmärkten weiter auszubauen und mit neuen Produktionsstätten weiter zu globalisieren. Als Beispiele für die Leichtbaukompetenz von HPM nannte Zobel u. a. den ersten vollständig aus Polyamid 6 bestehenden Frontendträger sowie das erste mit Endlosglasfasern verstärkte und für die Großserie ausgelegte Pkw-Bremspedal aus Polyamid.

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