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LED-Lichtsystem LEDs bei Mercedes: Mehr Sicht im Kreisverkehr

| Redakteur: Jan Rosenow

Mit 24 LEDs pro Scheinwerfer verwirklicht Mercedes-Benz im CLS viele kluge Funktionen, beispielsweise ein vorausschauendes Kurven- und ein praktisches Kreisverkehrslicht.

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Ab September ist der Mercedes-Benz CLS mit Multibeam-LED-Scheinwerfern zu haben.
Ab September ist der Mercedes-Benz CLS mit Multibeam-LED-Scheinwerfern zu haben.
(Foto: Daimler)

Mit der neuen Generation der Sportlimousine CLS setzt Mercedes-Benz erstmals sogenannte Multibeam-LED-Scheinwerfer ein. Module mit je 24 einzeln angesteuerten Leuchtdioden pro Scheinwerfer leuchten die Fahrbahn mit exakt gesteuerter Lichtverteilung und sehr hell aus, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden, meldet der Hersteller.

Eine Kamera hinter der Frontscheibe liefert Informationen über den Gegenverkehr. Damit stellen vier Steuergeräte 100 Mal pro Sekunde das nötige Lichtbild ein. Zusätzliche Funktionen sind das aktive Kurvenlicht sowie das neue Kreisverkehrslicht.

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Kernstück moderner Scheinwerfertechnik ist das blendfreie Fernlicht: Kommt ein Fahrzeug entgegen, muss man nicht abblenden, sondern eine Klappe schattet den Lichtkegel des Scheinwerfers so ab, dass der andere Autofahrer nicht geblendet wird. Mit dem Multibeam-LED stellt nun auch Mercedes-Benz diese Funktion nicht mehr mit einer mechanischen Blende, sondern mit einer Raster-Lichtquelle aus 24 Leuchtzellen dar. Jede einzelne kann unabhängig von den anderen angesteuert werden. Durch diese Rasterung des Scheinwerferlichts lässt sich die Lichtverteilung kontrollieren und einzelne Bereiche der Fahrbahn gezielt ausleuchten.

Im Vergleich zu heutigen am Markt üblichen Systemen bietet der Multibeam-LED-Scheinwerfer laut Mercedes im Teilfernlicht zudem die bis zu 2,5-fache Leuchtkraft. Auch konnten die Entwickler die Reichweite des Fernlichts um etwa 20 Prozent auf 485 Meter erhöhen.

Auch das Abblendlicht setzt auf LED

Zusätzlich beherbergt jeder Scheinwerfer ein weiteres Modul für das Abblendlicht, das mit vier LEDs bestückt ist. Es lässt sich um bis zu zwölf Grad nach außen schwenken und fungiert damit als vorausschauendes, aktives Kurvenlicht – angeblich eine Neuheit auf dem Markt. Dazu schwenkt das Modul kamerabasiert bereits in die Kurve ein, wenn der Fahrer noch gar nicht eingelenkt hat, und leuchtet sie so frühzeitig aus. Ebenso schwenkt es bereits wieder vor Ende der Kurve auf Geradeausposition. Diese Voraussteuerung ermöglicht abhängig von der Fahrsituation zwischen 30 und 60 Meter zusätzliche Reichweite. Gefahren am Ein- und Ausgang der Kurven kann der Fahrer so früher erkennen.

Das neue und bislang ebenfalls einzigartige Kreisverkehrslicht basiert hingegen auf den Daten des Navigationssystems. Vor der Einfahrt in einen Kreisverkehr werden die Abbiegelichter links und rechts aktiviert, um hier frühzeitig gute Sicht zu schaffen.

Der CLS mit Multibeam-Technik kommt im September auf den Markt. Serienmäßig ist er mit herkömmlichen LED-Leuchten ausgestattet. Multibeam ist gegen Aufpreis zu haben, der so hoch ausfallen dürfte wie beim bislang erhältlichen ILS-System (Intelligent Light System) – also etwa 1.800 Euro.

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