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Walter AG/Automobilforum Leichtbau erfordert neue Werkzeuge

| Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy / Thomas Günnel

Auf dem 5. Internationalen Automobilforum des Tübinger Werkzeugspezialisten Walter trafen sich etwa 100 Teilnehmer aus 15 Ländern zu einem zweitägigen Gedanken- und Erfahrungsaustausch.

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Mirko Merlo, Präsident von Walter, begrüßte auf dem 5. Internationalen Automobilforum in Tübingen etwa 100 Teilnehmer aus 15 Ländern.
Mirko Merlo, Präsident von Walter, begrüßte auf dem 5. Internationalen Automobilforum in Tübingen etwa 100 Teilnehmer aus 15 Ländern.
(Foto: Walter)

Referenten aus der Forschung (TU Dortmund und TU Darmstadt), aus der Werkzeugmaschinen-Branche (EMAG Salach Maschinenfabrik und Geb. Heller Maschinenfabrik) oder Anwender wie zum Beispiel Borg Warner Turbo Systems beleuchteten die spanende Fertigung in der Automobilbranche aus unterschiedlichen Richtungen. Besonders für die Fertigungsspezialisten war der Vortrag von Frank Rinderknecht von Rinspeed interessant, der über die „Mobilität von Morgen“ referierte.

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Distributionscenter in China

Die Walter-Gruppe erwirtschaftet mehr als 25 Prozent vom Gesamtumsatz (2011: Mehr als 600 Millionen Euro) mit der Automobilbranche. Die Automobilbranche ist für Mirko Merlo, Präsident der Walter-Gruppe, ein maßgeblicher Treiber für Innovation, Qualitätsdenken und fehlerfreie Produktion. Merlo sagte außerdem auf dem Forum, dass Walter in China ein Distributionscenter aufbaut. Das Tübinger Unternehmen betreibt bereits ein Fertigungswerk und zwei Technologiezentren in China.

Tiefbohren von bainitischen Stählen

Prof. Dirk Biermann von der TU Dortmund berichtete unter anderem über Tiefbohren von bainitischen Stählen.

Prof. Dirk Biermann von der TU Dortmund berichtete über die Bearbeitung von hochfesten Stählen.
Prof. Dirk Biermann von der TU Dortmund berichtete über die Bearbeitung von hochfesten Stählen.
(Foto: Walter)

Das sind Stähle mit hoher Festigkeit, die für Herstellung von Pleuelstangen, Kurbelwellen und Diesel-Einspritzsysteme eingesetzt werden. Wegen der hohen Festigkeit dieser Stähle werden die Bearbeitungswerkzeuge stark belastet. Biermann erläuterte, wie diese Belastungen mit geeigneten Schneidstoffen und Beschichtungen sowie einer Optimierung der Werkzeuggeometrie reduziert werden können.

Ein Trend, der nicht nur im Motorenbau immer stärker wird: Der Leichtbau fordert auch hochfeste Materialien für Karosserie und Fahrwerk. Diese Werkstoffe sind meist schwer zerspanbar und erfordern teilweise neue Fertigungsprozesse und leistungsstarke Werkzeuge.

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