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Leichtbau-Gipfel 2014 Leichtbau ist kein Verzicht!

| Redakteur: Thomas Günnel

„Wie begeistern wir den Kunden und wie trägt Leichtbau dazu bei?“ Mit dieser Frage eröffnete Franz Storkenmaier, Leiter Leichtbau und Gewicht der BMW Group, heute (18. März) seine Keynote zum Leichtbau-Gipfel der Fachzeitschrift »Automobil Industrie« in Würzburg.

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Franz Storkenmaier, Leiter Leichtbau und Gewicht der BMW Group, eröffnete mit seiner Keynote den Leichtbau-Gipfel 2014 der Fachzeitschrift »Automobil Industrie«, moderiert von Chefredakteur Claus-Peter Köth (r.).
Franz Storkenmaier, Leiter Leichtbau und Gewicht der BMW Group, eröffnete mit seiner Keynote den Leichtbau-Gipfel 2014 der Fachzeitschrift »Automobil Industrie«, moderiert von Chefredakteur Claus-Peter Köth (r.).
(Foto: Automobil Industrie/ Stefan Bausewein)

Storkenmaier führte als Beispiele die BMW-Modelle i3 und i8 an. Das Thema Begeisterung setze sich aber auch eine Ebene darunter fort – also noch vor dem fertigen Fahrzeug. Diese Ebene treibe Entwickler und Ingenieure im automobilen Umfeld an. „Begeisterung braucht auch Substanz“, sagte Storkenmaier. Dies seien etwa die Agilität eines Elektrofahrzeugs, die neue Akustik oder der Werkstoff CFK und dessen industrielle Fertigung. Aber auch ungewöhnliche Beispiele, etwa das Laserlicht. Begeisterung entstehe zudem durch Fahrzeugkonzepte – und hier laute die Frage, wie dies auf allen Ebenen zu erreichen ist. „Wie erreichen wir Mehrfunktion bei weniger Gewicht?“, adressierte Storkenmaier die rund 300 Teilnehmer der Veranstaltung. Am Beispiel BMW verwies Storkenmaier dazu auf das Thema „Efficient Dynamics“ und verglich das Fahrzeuggewicht der Modelle i3 und i8 mit dem der Wettbewerber. Außerdem hob er nochmals die Fahrleistungen der Elektrofahrzeuge und den geringen Verbrauch der Modelle hervor, der zum besten am Markt gehöre.

Subsysteme und Komponenten beachten

In den Fokus rückte Storkenmaier zudem die Subsysteme und Komponenten. Als Beispiel diente der BMW i8, und hier speziell die akustische Entkoppelung des im Heck montierten Verbrennungsmotors. Der klassische Weg hätte bedeutet, den gesamten Gepäckraum mit entsprechenden Schallisolierungen zu versehen. Mittels Verwendung einer speziell angefertigten Akustiktrennscheibe konnte man auf einen großen Teil der Isolationsmaterialien im Gepäckraum verzichten – die Gewichtsersparnis beträgt bemerkenswerte 13 Kilogramm.

Schwerpunkt Recycling

Auf der Werkstoffebene nannte Storkenmaier energieaufwendige Materialien, etwa CFK oder Aluminium. „Unser Konzept ist es, diese Werkstoffe aus regenerativen Energien herzustellen, zumindest im Fall CFK“, erklärte er. Für Aluminium sehe man eine Mischung aus Recyclingansatz und erneuerbaren Energien. Bei Kunststoffen habe man bereits einen hohen Recyclinganteil in Neufahrzeugen erreicht. Beim i3 enthalten zum Beispiel vier von fünf Lagen des Daches recyceltes CFK-Verschnittmaterial, und das sei nur die erste Stufe. Auf Nachfrage des Moderators der Veranstaltung und Chefredakteur der »Automobil Industrie«, Claus-Peter Köth, wieviel CFK denn in den traditionellen BMW-Modellen künftig zu erwarten sei, hatte Storkenmaier dann auch nur eine schlichte Antwort: „Immer mehr.“

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