Leichtbau-Gipfel 2013 Leichtbau ist preiswert – dank Mehrwert

Autor / Redakteur: Peter Voigt / Thomas Günnel

Die Veränderung bestehender Komponenten und Systeme in Richtung Leichtbau ist überwiegend nur mit höheren Kosten möglich. Wie es es gelingen kann das Gesamtpotenzial von Leichtbaulösungen zu bewerten und damit einen Mehrwert zu realisieren, erläuterte Dr. Andreas Rennet, Geschäftsführer des Beratungshauses 3C Cost Calculation Consulting, beim »Automobil Industrie Leichtbau-Gipfel«.

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Dr. Andreas Rennet, Geschäftsführer des Beratungshauses 3C Cost Calculation Consulting: „Im Vergleich mit der zu ersetzenden Lösung ergibt die Gesamtbetrachtung von Strukturen oder Systemen in der Regel einen klaren Vorteil für die Leichtbauvariante.“
Dr. Andreas Rennet, Geschäftsführer des Beratungshauses 3C Cost Calculation Consulting: „Im Vergleich mit der zu ersetzenden Lösung ergibt die Gesamtbetrachtung von Strukturen oder Systemen in der Regel einen klaren Vorteil für die Leichtbauvariante.“
(Foto: Stefan Bausewein)

Problematisch bei Leichtbauansätzen ist oftmals, dass die reinen Materialkosten im Einkauf steigen und die Hauptargumente sowie der Mehrwert für den Leichtbau außerhalb der üblichen Kostenanalysen liegen. Die Herausforderung für Zulieferer wird also mehr denn je darin bestehen, einem Einkäufer bei eventuellen Zielkonflikten argumentativ gestärkt begegnen zu können, wenn dessen Maxime nur „billiger“ heißen darf. Mit den Berechnungskomponenten des Value Proposition Modells lässt sich der Mehrwert monetär beschreiben und wird so zu einer festen Planungs- und schließlich Verhandlungsgröße. „Im Vergleich mit der zu ersetzenden Lösung“, so das Fazit Rennets, „ergibt die Gesamtbetrachtung von Strukturen oder Systemen in der Regel einen klaren Vorteil für die Leichtbauvariante.“

„Neue Generation des Einkaufs“

Rennet, Fachmann für das Produktkostenmanagement, fordert auch eine „neue Generation des Einkaufs“, die sich an einem übergreifenden „Gesamtsystem orientieren“ muss, um einem Value Proposition Ansatz zielführend begegnen zu können. Zudem lautete seine Empfehlung: „Innovative Zulieferer müssen Value Proposition Ansätze wählen, um für die kostenintensiven Leichtbaulösungen Business-Cases darstellen zu können.“ So ließe sich zum einen der Mehrwert transparent darstellen und zum anderen kann der Einkäufer leichter entscheiden.

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