Forschungsprojekt Leichtbau und Recycling: Constellium und Renault entwickeln neues Autotürkonzept

Redakteur: Tanja Schmitt

Eine Forschungsgruppe um Constellium und Renault entwickelt neue Leichtbaukonzepte für Autotüren. Das Ziel: den Kilopreis für Aluminium-Türen halbieren.

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Blick hinter die Kulissen: So sieht es aus, wenn bei Constellium Materialtest durchgeführt werden.
Blick hinter die Kulissen: So sieht es aus, wenn bei Constellium Materialtest durchgeführt werden.
(Bild: Constellium)

Eine Projektgruppe um Renault und Constellium will den Einsatz von Aluminium im Fahrzeugbau forcieren. Untersucht werden Legierungen und Konzepte, die einen geschlossenen Recyclingkreislauf ermöglichen. Konkret möchte die Projektgruppe Aluminium-Autotüren entwickeln, die 15 Prozent leichter als der derzeitige Durchschnitt, effizienter zu produzieren und in allen Phasen des Lebenszyklus recycelbar sind. Ziel sei es, den Preis pro Kilogramm bei Aluminium-Türen um die Hälfte zu reduzieren, sagt Patrice Belliard, Expert Flat Products bei der Renault Gruppe.

Der Zulieferer werde das bis zum Jahr 2023 angelegte Projekt „ISA3“ (Intégration de Solutions Aluminium pour Alléger les Automobiles) leiten. Außerdem sind der Simulationsspezialist ESI, das französische Institut de Soudure (Institut für Schweißtechnik) und die Universität Lothringen beteiligt. Ein Team von ESI soll helfen, das Design und den Produktionsprozess für die neuen Türkonzepte zu validieren, ohne dass physische Prototypen dazu benötigt werden. Das Projekt hat ein Budget von etwa sieben Millionen Euro und wirt teilweise von der Investmentbank BPI France finanziert.

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