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Leichtbau Leichter bauen mit thermoplastischen Elastomeren

| Autor: Thomas Günnel

Kraiburg TPE entwickelte ein thermoplastisches Elastomer auf Basis der Glaskugeln von 3M. Doch wie lässt sich das Leichtbau-TPE überhaupt verarbeiten?

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Matthias Michl ist Leiter Innovations- und Anwendungsentwicklung bei Kraiburg.
Matthias Michl ist Leiter Innovations- und Anwendungsentwicklung bei Kraiburg.
(Bild: Kraiburg)

Glasblasen – Nein, nicht um Gefäße herzustellen. Es geht um Leichtbau, genauer: um die Basis für dünne und leichte Formteile im Auto, die über eine angenehme Oberfläche verfügen und zudem mechanisch belastbar sind. Der Automobilzulieferer Kraiburg TPE hat basierend auf den sogenannten „Glass Bubbles“ des Unternehmens 3M eine Materialtechnologie entwickelt, mit der sich thermoplastische Elastomere (TPE) mit sehr niedriger Dichte herstellen lassen. Die Materialdichten liegen dabei zwischen 0,7 und 0,9 g/cm³. Die „Bubbles“ sind mikroskopisch kleine Hohlkugeln aus wasserunlöslichem, chemisch stabilem Borosilikatglas. Sie verteilen sich besonders gleichmäßig in der TPE-Matrix und tragen so zur Dimensionsstabilität bei.

Leichter und sehr homogene Oberflächen

Auf dem Leichtbau-Gipfel am 25. März erläutert Matthias Michl, wie sich der Rohstoff von 3M im TPE verhält und für welche Anwendungen sich die thermoplastischen Elastomere eignen. Michl ist Leiter Innovations- und Anwendungsentwicklung bei Kraiburg TPE. „Die neuen Leichtbau-TPE lassen sich auf gängigen Anlagen wirtschaftlich spritzgießen und extrudieren“, gibt er einen Einblick vor der Veranstaltung. „Wir erreichen mit den Elastomeren deutlich leichtere Bauteile und sehr homogene Oberflächen. Außerdem liefern sie hervorragende Werte beim Druckverformungsrest, Produktionsabfall ist direkt recycelbar.“

Leichtbau-Gipfel

Mehr zum Thema Leichtbau und Materialien? Gibt es beim »Leichtbau-Gipfel« im Vogel Convention Center in Würzburg. Dort zeigen Experten in Fachvorträgen, Sessions und Live-Vorführungen, welche Schlüsselfunktion der Leichtbau im Automobilbau einnimmt. Interaktive Formate, innovative Exponate in der Ausstellung und intensives Netzwerken – die ganze Welt des Leichtbaus an zwei Tagen. Diskutieren und gestalten Sie mit!

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Über den Autor

 Thomas Günnel

Thomas Günnel

Redakteur/Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE