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Hella und Honsel Leiharbeiter gehen

| Redakteur: Bernd Otterbach

Mit Überstundenabbau und Kündigung von Leiharbeitern reagieren die Automobilzulieferer Hella und Honsel auf die Krise der OEM.

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Der Autolicht- und Elektronikspezialist Hella in Lippstadt hat nach Auskunft des Betriebsrates vom Dienstag bereits 200 Leiharbeiter nach Hause geschickt. Die Unternehmensführung selbst wollte zu ihrer Reaktion auf die befristeten Produktionsstopps bei den Autoherstellern noch nichts sagen. Am Mittwoch soll der Betriebsrat über die weiteren Planungen informiert werden.

Bei Honsel in Meschede wird über längere Betriebsferien nachgedacht. Außerdem wurden Leiharbeiter gekündigt und Zeitarbeitsverträge nicht verlängert. Mehr als 100 Beschäftigte seien davon betroffen. Wie schwer die Krise auch die Stammbelegschaft treffe, sei unklar. „Das kommt drauf an, ob es eine Delle in der Autokonjunktur ist oder eine wirkliche Rezession“, sagte der Honsel-Vorstandsvorsitzende Heinz Pfannschmidt.

Premium nicht mehr krisensicher

Für Pfannschmidt ist die derzeitige Situation schon etwas besonderes. Bisher hätten Premium-Modelle immer als krisensicher gegolten. Das sei nun anders, sagte er. Honsel gießt mit weltweit fast 5.000 Mitarbeitern Zylinderköpfe, Motorblöcke, Getriebegehäuse und Karosserie- und Fahrwerksteile aus Leichtmetall für alle großen Automobilhersteller.

dpa

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