Suchen

Wirtschaft Leipzig Electronic Systems streicht jede vierte Stelle

Autor: Jens Scheiner

Im Zuge des Insolvenzverfahrens von Leipzig Electronic Systems verliert jeder vierte Mitarbeiter seinen Job. Abgebaut wird in zwei Stufen.

Firmen zum Thema

Rund 100 Mitarbeiter verlieren im Zuge des Insolvenzerfahrens ihren Job beim Systemdienstleister Leipzig Electronic Systems.
Rund 100 Mitarbeiter verlieren im Zuge des Insolvenzerfahrens ihren Job beim Systemdienstleister Leipzig Electronic Systems.
(Bild: Leesys)

Am 1. Oktober 2020 hat der Systemdienstleister Leipzig Electronic Systems (Leesys) das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet, um sich durch ein Planverfahren zu restrukturieren. Im Zuge der Sanierung verlieren rund 100 Mitarbeiter ihren Job. Dieser Schritt war dem Sanierungsberater und Rechtsanwalt Frank Jaeger zufolge „für eine zukunftsfeste Neuausrichtung des Unternehmens und angesichts des schwierigen Marktumfeldes unumgänglich“. Der Personalabbau erfolgt dabei in zwei Stufen zum 1. November 2020 bzw. zum 1. Februar 2021. Etwa 260 Mitarbeiter werden dann künftig im Unternehmen in Leipzig noch beschäftigt sein.

Die vom Personalabbau betroffenen Personen werden dem Unternehmen zufolge für die Dauer von sechs Monaten nach ihrem Ausscheiden in einer Transfergesellschaft aufgefangen. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit sollen sie bei der Jobsuche unterstützt und mit gezielten Schulungsmaßnahmen auf einen Jobwechsel vorbereitet werden.

Über Leipzig Electronic Systems

Leesys geht auf die Körting Radiowerke Dr. Dietz & Ritter zurück, ist 1990 aus der VEB Nachrichtentechnik hervorgegangen, wurde mit der Wende zunächst von Siemens übernommen und hatte den Schwerpunkt im Telefonapparatebau. Heute ist Leesys mit rund 370 Mitarbeitern vornehmlich in den Geschäftsbereichen Automotive, Healthcare, Telekommunikation und Industrieelektronik tätig und verfügt zudem über eine Kunststoff-Spritzgussabteilung.

(ID:47003163)

Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE