Bilanzpressekonferenz 2015

Leoni: Auf Wachstumskurs mit Automotive

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Asiengeschäft stärkt den Bereich Wiring Systems

Der Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) konnte den Umsatz im Berichtsjahr auf 2.399,6 Millionen Euro (2013: 2.321,0 Millionen Euro) steigern. Als Stütze nannte Bereichsvorstand Dr. Andreas Brand erneut das Geschäft mit der exportstarken deutschen Automobilindustrie. Erfreulich entwickelte sich außerdem das Geschäftsfeld Elektromobilität, das in den kommenden drei Jahren rund ein Dutzend neue alternativ angetriebene Fahrzeuge erstmals mit Hochvolt-Produkten beliefern wird.

In China soll ein neu gebautes Werk im Nordosten des Landes ab Ende dieses Jahres einen deutschen Premiumhersteller mit Bordnetz-Systemen versorgen. Weiterhin ist es gelungen Hyundai und Geely als Kunden zu gewinnen und damit die Wettbewerbsposition im weltweit größten Automobilmarkt auszubauen. Auch für die Region Amerika vermeldete Brand stark erweiterte Kapazitäten. Hier kam es im Rahmen des Anlaufs eines Großprojektes jedoch zu unerwartet großem Personalbedarf, hohen Ausschussquoten sowie erheblichen Luftfrachtkosten. Das Ergebnis des zweiten und dritten Quartals war deswegen mit insgesamt rund 15 Millionen Euro belastet. „Die Zusatzkosten konnten wir im Verlauf des Jahres nicht mehr kompensieren“, so Brand. In Europa wirkten sich der Verfall des Rubels und das schwächere Russlandgeschäft negativ auf die Ertragslage aus. Folglich ging das Bereichs-EBIT um rund zehn Prozent auf 104,6 Millionen Euro (2013: 116,1 Millionen Euro) zurück.

Deutlicher Umsatzanstieg in der anderen Division

Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) profitierte laut dessen Vorstand Dr. Frank Hiller von einer weiterhin starken, globalen Nachfrage nach Fahrzeugleitungen sowie von der Belebung der meisten industriellen Abnehmerbranchen. Der Außenumsatz des Segments legte um knapp sieben Prozent auf 1.703,8 Millionen Euro (2013: 1.596,9 Millionen Euro) zu, das deutlichste Plus ist dabei in Asien zu verzeichnen. „Damit haben wir den höchsten Umsatz der WCS erreicht“, vermeldete Hiller.

Mit dem Aufbau zusätzlicher Produktionsstandorte bzw. der Erweiterung bestehender Kapazitäten in Mexiko, China und Indien legte der Unternehmensbereich die Basis für ein forciertes Wachstum außerhalb Europas. Um die weitere Globalisierung zu unterstützen, sind im Berichtsjahr in Asien und Amerika regionale Strukturen entstanden. Im Berichtsjahr wuchs das Bereichs-EBIT bereits um knapp zwei Drittel auf 78,1 Millionen Euro (2013: 47,1 Millionen Euro). Neben der verbesserten Kapazitätsauslastung machten sich die Effekte der Restrukturierung des Vorjahres positiv bemerkbar.

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