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Quartalszahlen Leoni startet erfolgreich ins Jubiläumsjahr

| Redakteur: Christian Otto

Der Kabelspezialist Leoni musste im Jahr 2016 einige Rückschläge hinnehmen. Das diesjährige Jubiläumsjahr scheint für den Zulieferer besser zu starten: bei Umsatz und Ebit legt das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ordentlich zu.

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Leoni kann sehr gute Quartalszahlen vermelden. Vor allem der Bereich Bordnetze startet erfolgreich ins Jahr des 100-jährigen Bestehens.
Leoni kann sehr gute Quartalszahlen vermelden. Vor allem der Bereich Bordnetze startet erfolgreich ins Jahr des 100-jährigen Bestehens.
(Bild: Leoni)

Leoni gab heute (10. Mai) die Geschäftszahlen für das erste Quartal bekannt. Der Kabelspezialist steigerte dabei den Konzernumsatz in den ersten drei Monaten 2017 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um fast elf Prozent auf 1,21 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,09 Milliarden Euro). Die Ursache für diese positive Entwicklung sehen die Leoni-Verantwortlichen in einer guten Auftragslage in beiden Unternehmensbereichen und einer unverändert starken Nachfrage der weltweiten Fahrzeugindustrie.

Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) nahm von 24,4 Millionen Euro im Jahr 2016 auf aktuell 52,9 Millionen Euro zu, sodass sich die Ebit-Marge von 2,2 Prozent auf 4,4 Prozent erhöhte. Dabei profitierte Leoni auch von einem Einmalertrag von fünf Millionen Euro aus einer Vertrauensschadenversicherung im Zusammenhang mit dem im Jahr 2016 aufgedeckten Betrugsfall. Dieser und die teure Sanierung der Bordnetzsparte hatte das Unternehmen im letzten Jahr um fast die Hälfte des erwarteten Gewinns von 151 Millionen Euro gebracht. Am Ende stand nur ein Ebit von rund 78 Millionen Euro.

Bordnetzbereich erholt sich

Insbesondere der Bordnetzbereich trägt zu den positiven Quartalszahlen bei: Hier konnte Leoni den Umsatz um rund zwölf Prozent auf 731 Millionen Euro ausbauen, Vorjahr: 651 Millionen Euro. Kräftige Zuwächse wurden dabei laut Unternehmensangaben mit Bordnetz-Systemen und Kabelsätzen für Fahrzeuge von Automobilherstellern aus Asien und dem europäischen Ausland sowie für Pkw mit Elektro- und Hybridantrieben erzielt.

Das Quartals-Ebit der so genannten Wiring Systems Division verbesserte sich demnach unter anderem dank der erfolgreich umgesetzten Maßnahmen zur Performancesteigerung und Restrukturierung von fünf Millionen Euro auf 22,9 Millionen Euro. Zudem gingen mehrere Neuaufträge im Bereich Elektromobilität ein: Unter anderem bestellten deutsche Automobilhersteller die Verkabelung für zwei vollelektrische Premium- und SUV-Fahrzeugreihen.

Der Zulieferer, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, legt also einen guten Start hin. Das Management sieht damit auch die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt: Konzernweit wird mit einem Umsatzanstieg um circa 4,5 Prozent auf rund 4,6 Milliarden Euro und einer Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern auf 180 bis 200 Millionen Euro, im Vorjahr: 78,1 Millionen Euro gerechnet.

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