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IAA 2011 Leoni stellt Alu-Batterieverbindung vor

| Redakteur: Bernd Otterbach

Leoni präsentiert auf der IAA eine massive Aluminium-Batterieverkabelung als Alternative zur gewöhnlichen Kupferleitung. Sie soll leichter und billiger sein.

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Der Aluminium-Leiter an sei dreidimensional formbar und wiege nur etwa die Hälfte des herkömmlichen Bauteils, teilte der Nürnberger Kabel- und Bordnetzspezialist mit.

Von den durchschnittlich 3.000 Meter Kabeln, die in heutigen Fahrzeugen stecken, ist das Verbindungsstück zwischen Batterie und Motor eine der massigsten Einzelleitungen. Das Potenzial, bei diesem Bauteil Gewicht zu sparen, ist umso größer, wenn die Batterie im Heck des Fahrzeugs untergebracht ist. Leoni ersetzt daher das kupferne Batteriekabel durch eine runde Stange aus Aluminium, die direkt auf oder unter dem Chassis des Fahrzeugs angebracht werden kann. Die so genannte „busbar“ hat einen je nach Anwendung einen variablen Durchmesser und ist mit einem halogenfreien Polyethylenmantel isoliert. In Abhängigkeit vom Fahrzeugtyp könne sie eine Länge von mehr als vier Meter erreichen und in ein- oder zweischieniger Version eingesetzt werden, teilten die Nürnberger weiter mit.

Bis zu drei Kilo weniger

Die Alu-Stange wiege lediglich 40 bis 60 Prozent des Gewichts des üblichen Kupferkabels. Möglich wird die Einsparung, weil Alu im Vergleich zu Kupfer eine deutlich geringere spezifische Dichte aufweist. Die absolute Gewichtseinsparung kann laut Leoni bis zu drei Kilogramm betragen.

Durch die massive Struktur und ein spezielles Herstellungsverfahren kann der Zulieferer die bei Alu-Leitern üblicherweise nötige Erhöhung des Durchmessers bei größeren Querschnitten umgehen. Im Vergleich zu einem mehradrigen Kupferkabel mit einem Durchmesser von 15,5 Millimeter hat die „busbar“ mit identischer Leitfähigkeit lediglich einen Durchmesser von rund 14 Millimetern.

Flexible dreidimensionale Formgebung

Das Design der Alu-Stange erfolgt CAD-gesteuert im dreidimensionalen Raum. Aufgrund ihrer runden Form ist laut Leoni eine stufenlose Krümmung in alle Richtungen möglich. Dabei seien innere Biegeradien bis zu 14 Millimeter realisierbar. Zudem könne der OEM die „busbar“ schneller ins Fahrzeug einbauen. Das Bauteil wird an beiden Enden über ein einfach zu bedienendes Befestigungssystem montiert und dazwischen mit speziellen Klammern am Chassis fixiert.

Die neue Technologie bringt laut Leoni einen weiteren, wesentlichen Vorteil mit sich: Unter Berücksichtigung aller Materialen, Komponenten, Werkzeuge und Prozesse sei die Alu-Stange billiger als eine herkömmlichen Kupferlösung. Leoni arbeitet derzeit an den Prototypen für den ersten Serienauftrag eines europäischen Herstellers. Das Fahrzeug soll voraussichtlich 2013 auf den Markt kommen.

Weitere alternative Leitermaterialien

Auf dem IAA-Stand präsentieren die Nürnberger weitere alternative Leichtbau-Materialien, die den Universalleiter Kupfer ersetzen können: Bronze (CuSn), kupferkaschierter Stahl (CCS), kupferkaschiertes Aluminium (CCA) sowie Legierungen wie Kupfer-Silber (CuAg) und Kupfer-Magnesium (CuMg).

Leoni auf der IAA: Halle 4.1, Stand C04

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