Suchen

Automesse Los Angeles Auto Show: Viel Leistung und etwas Vernunft

| Autor / Redakteur: SP-X/Walther Wuttke / Thomas Günnel

Die Motorshow in Detroit ist die Heimmesse der amerikanischen Hersteller. Die herbstliche Veranstaltung in Los Angeles dient vor allem europäischen und japanischen Marken als Bühne. Kein Wunder, wohnt doch die Kundschaft für Porsche oder Daimler eher an der sonnigen Westküste. Ein Hersteller der just dort residiert fehlte allerdings.

Firmen zum Thema

Die Motorshow in Detroit ist die Heimmesse der amerikanischen Hersteller. Die Veranstaltung in Los Angeles dient vor allem europäischen und japanischen Marken als Bühne.
Die Motorshow in Detroit ist die Heimmesse der amerikanischen Hersteller. Die Veranstaltung in Los Angeles dient vor allem europäischen und japanischen Marken als Bühne.
(Foto: Chevrolet)

Ausgerechnet in Kalifornien, dem US-Bundesstaat mit den strengsten Abgasvorschriften, zeigt sich die internationale Autoindustrie von ihrer verschwenderischen Seite und präsentiert Neuheiten, die vor allem auf die Schönen und Reichen zielen. Diese residieren nicht weit entfernt in Beverly Hills, wo sich die Film-Prominenz zwar gerne in Hybrid- oder Elektromobilen zeigt, sich aber sobald die Papparazzi ihre Kameras eingeräumt haben, in ihre Luxusmobile schwingt.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Angebote für die oberen Zehntausend

Für die Stars, die oberhalb von Downtown Los Angeles in ihren Villen residieren, könnte sich ein Messebesuch durchaus lohnen. Porsche, Mercedes, BMW, Audi, Jaguar, Land Rover und sogar Kia zeigen ihre jüngsten Angebote für die oberen Zehntausend. Den Messehöhepunkt setzt dabei Porsche mit dem Macan, der zeitgleich auch auf der Tokyo Motorshow debütiert. Das coupéhaft gezeichnete sportliche Crossover soll vom kommenden Jahr an die Verkäufe in den USA zu neuen Rekordwerten treiben. Die Preisliste beginnt in Deutschland bei 57.000 Euro. Im kommenden Jahr wird zunächst eine Vierzylinder-Version für den chinesischen Markt und wenig später ein Plug-in-Hybrid folgen. Auch für Europa sind Varianten mit aufgeladenem Vierzylinder geplant.

Leistung, Leistung, Leistung

Ein weiteres Messe-Highlight liefert Jaguar mit der Coupé-Version des F-Type. Unter der langgestreckten Motorhaube des schnittigen Zweisitzers arbeiten V6- und V8-Triebwerke, die zwischen 340 und 550 PS leisten. Angesichts dieser Werte mag Mercedes-Benz nicht zurückstecken und zeigt den mehr als 600 PS starken S65 AMG und die noch als Konzept GLA 45 AMG getarnte Sportvariante des erst im kommenden Jahr angebotenen Kompakt-SUV GLA. AMG gehört in Los Angeles die Bühne. Neben den neuen Modellen präsentiert die Tuningschmiede die auf 350 Exemplare begrenzte Final Edition des SLS AMG GT.

Natürlich stehen auf den Ständen auch E-Mobile, doch verblassen sie buchstäblich im Glanz der automobilen Schwergewichte. BMW zeigt allerdings, wie sich Luxus und nachhaltige Mobilität kombinieren lassen und stellt die Serienversion des Elektro-Sportwagens i8 vor, der im kommenden Jahr auf den Markt kommt. Außerdem präsentieren die Bayern erstmals das neue Vierer-Cabriolet, das die Nachfolge des offenen Dreiers antritt. Gezeigt werden der 428i mit einem Zweiliter-Doppelturbo-Vierzylinder und der 435i mit Dreiliter-Sechszylinder-Doppelturbo. Beide Antriebe nutzen eine Achtgang-Automatik als Kraftübertragung. Außerdem bietet die Studie Concept X4 einen Ausblick auf ein weiteres Crossover-Modell, das die X-Familie vergrößern wird. Audi fährt in Los Angeles zum ersten Mal den S6 vor, dessen 420 PS starker V8 in deutlichem Gegensatz zum allgemeinen Speedlimit steht. Daneben zeigen die Ingolstädter auch erstmals in den USA die komplette A3-Baureihe. In der Elektroabteilung fährt der A3 Etron als Plug-in-Hybrid vor, der nach seiner Deutschland-Premiere im kommenden Jahr Anfang 2015 auch in den USA bei den Händlern stehen wird. „Wir nutzen jetzt den deutschen Winter zu letzten Abstimmungsfahrten“, erklärt ein Audi-Sprecher.

(ID:42426834)