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Mann+Hummel Ludwigsburger übernehmen chinesischen Filterhersteller

| Redakteur: Christian Otto

Durch die Übernahme des chinesischen Filterherstellers Bengbu Haoye wächst der Einfluss von Mann+Hummel auf dem chinesischen Ersatzteilemarkt noch stärker. Die übernommene Firma entwickelt, fertigt und verkauft Filter vor allem für den Zubehörmarkt und lokale Fahrzeughersteller.

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Mann+Hummel übernimmt den chinesischen Filterhersteller Bengbu Haoye: Übernahmezeremonie in Bengbu, mit Vertretern der Mann+Hummel Konzerngeschäftsführung, der Geschäftsführung Bengbu Haoye und lokalen Behördenvertretern.
Mann+Hummel übernimmt den chinesischen Filterhersteller Bengbu Haoye: Übernahmezeremonie in Bengbu, mit Vertretern der Mann+Hummel Konzerngeschäftsführung, der Geschäftsführung Bengbu Haoye und lokalen Behördenvertretern.
(Mann+Hummel)

Mann+Hummel übernimmt den Filterhersteller Bengbu Haoye Filter Co. Ltd., mit Sitz in Bengbu in der Provinz Anhui. Das chinesische Unternehmen beschäftigt etwa 500 Mitarbeitern und liefert seit mehr als 16 Jahren primär für den automobilen Ersatzteilemarkt verschiedene Filtertypen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Firma einen Umsatz von rund 13 Millionen Euro.

Josef Parzhuber, Group Vice President und CEO Asia-Pacific der Mann+Hummel Gruppe, erklärt das Motiv für den Kauf des chinesischen Filterherstellers: „Mit der Übernahme der Marke Bengbu Haoye und deren Marktzugang werden wir unsere Produktpalette erweitern und die Abdeckung der lokalen Fahrzeuganwendungen vervollständigen. Die Führungsposition im Bereich Filtration erfordert nicht nur aktuelle Technologien, sondern auch ein differenziertes Produktportfolio und kurze Produkteinführungszeiten bei bestimmten Kundensegmenten.“

Übernahme einer lokal anerkannten Marke

Die Übernahme von Bengbu Haoye passt zur Expansionsstrategie von Mann+Hummel in China, wo der deutsche Konzern schon seit 1996 den automobilen und industriellen Serien- und Ersatzteilmarkt mit Filtrationstechnologie bedient. Die Ludwigsburger erhalten mit dem chinesischen Unternehmen eine lokal anerkannte Marke mit Fokus auf inländische Applikationen in Verbindung mit einer umfangreichen Produktpalette und einem ausgereiften Vertriebsnetzwerk.

Auch Fang Wen, Gründerin und Geschäftsführerin von Bengbu Haoye, bewertete die Übernahme sehr positiv: „Ich bin sehr glücklich darüber, das Unternehmen und die Marke an einen renommierten Filtrationsexperten weitergeben zu können. Ich bin sicher, dass diese Entscheidung das Wachstum des Unternehmens vorantreiben wird und gute Zukunftsaussichten bietet.“

Mann+Hummel betreibt schon vier Produktionswerke in China: Changchun, Shanghai, Jinan und Liuzhou. Mit Bengbu Haoye soll die Marktpräsenz in China weiter ausgebaut werden. Der deutsche Konzern erwirtschaftete 2011 mit rund 1.100 Mitarbeiter in China fast die Hälfte des Umsatzes im asiatischen Raum. Ziel der Mann+Hummel-Gruppe ist es, den asiatischen Anteil des Gesamtumsatzes von aktuell 17 Prozent auf 25 Prozent bis 2018 zu steigern.

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