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Interview

M GmbH: Drei Zylinder sind kein Tabu mehr

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Vorerst kein Allradantrieb

Bei den RS-Modellen von Audi gehört der Allradantrieb zum Markenkern, nun führt auch Mercedes-AMG entsprechende Modelle ein. Ziehen Sie nach?

Wir beschäftigen uns immer wieder mit dem Thema und befragen unsere Kunden intensiv. Dabei kommt regelmäßig heraus, dass unsere M Kunden mit dem Hinterradantrieb glücklich sind. Für die anderen haben wir die M Varianten von X5 und X6 und unsere M Performance-Modelle im Angebot.

Sie schließen den Allradantrieb also für die regulären M-Modelle aus?

Jedenfalls für die aktuelle Modellgeneration. Natürlich werden wir uns das Thema noch einmal ansehen, wenn der Nachfolger des M5 ansteht. Doch bis dahin ist noch viel Zeit.

Würde denn die Fahrdynamik unter dem Allradantrieb leiden?

Davon sind wir überzeugt. Ein Allradantrieb bedeutet 70 bis 90 Kilogramm Mehrgewicht und zwangsläufige Einbußen bei der Lenkpräzision. Damit würden wir den Wettbewerb zwischen den Marken rein auf das Thema Längsdynamik verengen. Und das halten wir im übrigen nicht für zukunftsfähig.

M5 und M6 sind relativ schwer. Wie sieht das bei den kommenden, kleineren Modellen aus?

Wir liegen beim Gewicht von M5 und M6 durchaus auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb. Gehen Sie jedoch davon aus, dass wir den Leichtbau vorantreiben - und ein ungewöhnliches Materialmix auch dort im Fahrzeug einsetzen, wo Sie es nicht unbedingt vermuten.

BMW arbeitet an einer kompakten Fahrzeugarchitektur, die mit Dreizylindermotoren bestückt werden soll. Ist das auch ein Thema für Sie?

Generell ist der Dreizylinder ein attraktiver Motor. Technisch möglich sind bei den aufgeladenen Dreizylindern Literleistungen von 135 bis 150 Kilowatt - und wir haben 1,5 Liter Hubraum. Ein solcher Motor, der übrigens akustisch einem Sechszylinder sehr nahekommt, hätte 220 oder 230 Kilowatt - und wäre damit noch nicht einmal ausgereizt. Ich kann mir so etwas also generell vorstellen.

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