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Hydro Magnesium nicht weiter rentabel

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Der norwegische Konzern gibt sein Magnesium-Geschäft auf. Dazu soll jetzt das Magnesiumwerk im kanadischen Bécancour stillgelegt werden.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Hydro verlässt die Magnesiumindustrie. Die Stilllegung des eigenen Magnesiumwerks in Kanada ist hierzu der nächste Schritt. Vor allem wegen des erheblichen Metallexports zu Niedrigpreisen aus China wäre es unrentabel, die Produktion im Werk Bécancour fortzuführen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Folglich habe der Verwaltungsrat von Hydro entschieden, das Werk in Bécancour, Québec, mit 380 Beschäftigten inder ersten Jahreshälfte 2007 zu schließen. Der Zeitplan hänge mit der Abwicklung eines zehn Jahrelaufenden Liefervertrags mit General Motors zusammen. Hydro sei es nicht gelungen, einen möglichen Käufer zu finden, der die Finanzkraft hätte, demWerk samt seinen Mitarbeitern eine hinreichend sichere Zukunft zu geben, teilte der Konzern mit. Hydro wird das Werk in der ersten Jahreshälfte 2007 stilllegen.

Bereits 2002 hatte der Konzern seine Magnesiumerzeugung in Porsgrunn, Norwegen, geschlossen. In diesem Jahr wurde auch der Betrieb des Magnesium-Umschmelzwerks am selben Ort eingestellt. Das Unternehmen arbeitet derzeit daran, seine Magnesiumgießereien im deutschen Bottrop und in Xi’an, China, zu veräußern. Beide Betriebe arbeiten nach Hydro-Angaben profitabel. 55 Jahre lang hat Hydro das Leichtmetall Magnesium hergestellt, Hauptkunde war die Automobilbranche.

Nach Angaben eines Sprechers ist der Umsatzrückgang durch den Rückzug aus dem Magnesiumgeschäft für den Hydro-Konzern vernachlässigbar.