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Bilanzpressekonferenz Mahle: 53 Prozent Umsatz außerhalb Europas

| Autor/ Redakteur: Jürgen Goroncy / Thomas Günnel

Der Umsatz des Mahle-Konzerns erhöhte sich im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr noch um knapp acht Prozent, in der zweiten Jahreshälfte verliefen die Geschäfte deutlich verhaltener. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen ein Wachstum von knapp drei Prozent von 6,0 auf 6,15 Milliarden Euro in 2012. Bereinigt um positive Fremdwährungseffekte stagnierte der Umsatz etwa auf Vorjahresniveau.

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Mahle hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2012 verglichen mit dem Vorjahr um knapp acht Prozent gesteigert. In der zweiten Jahreshälfte verliefen die Geschäfte deutlich verhaltener. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen ein Wachstum von knapp drei Prozent von 6,0 auf 6,15 Milliarden Euro im Jahr 2012. Bereinigt um positive Fremdwährungseffekte stagnierte der Umsatz etwa auf Vorjahresniveau.
Mahle hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2012 verglichen mit dem Vorjahr um knapp acht Prozent gesteigert. In der zweiten Jahreshälfte verliefen die Geschäfte deutlich verhaltener. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen ein Wachstum von knapp drei Prozent von 6,0 auf 6,15 Milliarden Euro im Jahr 2012. Bereinigt um positive Fremdwährungseffekte stagnierte der Umsatz etwa auf Vorjahresniveau.
(Foto: Mahle)

Durch das besonders in Europa schwierige Marktumfeld profitierte der Stuttgarter Konzern nach Angaben von Heinz K. Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung, von seiner weltweiten Präsenz, die weiter ausgebaut werden soll. Nur noch 47 Prozent des Umsatzes wurden in Europa erzielt, 20 Prozent in Nordamerika, zwölf Prozent in Südamerika. Auf die Region Asien/Pazifik entfielen 21 Prozent. Ein Vergleich mit dem Vorkrisenjahr 2008 zeigt die Tendenz deutlich: In Europa sank der Mahle-Umsatz um sieben Prozentpunkte, in Nordamerika stieg er von 17 auf 20 Prozent, Südamerika verlor einen Prozentpunkt und Asien/Pazifik stieg um fünf Prozentpunkte. Etwa im Jahr 2017 erwartet Junker, dass sich der Umsatz auf die Regionen Europa, Amerika und Asien ungefähr gleich verteilt.

Noch mehr Internationalisierung

Mahle-Chef Heinz K. Junker erwartet, dass das Umsatzwachstum zukünftig verstärkt außerhalb Europas generiert wird.
Mahle-Chef Heinz K. Junker erwartet, dass das Umsatzwachstum zukünftig verstärkt außerhalb Europas generiert wird.
(Foto: Mahle)

Um die Internationalisierung weiter zu stärken, beteiligte sich Mahle zum Jahreswechsel mit 30 Prozent an dem japanischen Unternehmen Kokusan Denki, einem Spezialisten für mechatronische Produkte. Ein AGR-Ventil für Ottomotoren von Honda ging bereits in Serie. Für AGR-Ventile für Ottomotoren sieht Junker einen wachsenden Markt. In Indonesien wird in diesem Jahr ein neues Werk gebaut und die zwei Werke in Thailand wurden in ihrer Kapazität mehr als verdoppelt.

Die Fläche des Entwicklungszentrums in Schanghai wurde ebenfalls mehr als verdoppelt, die dritte Ausbaustufe ist darüber hinaus bereits geplant. Im Großraum Detroit wurde das Entwicklungszentrum in Farmigton Hills deutlich erweitert. Als Folge konnten die Entwicklungsbereiche in Detroit zusammengelegt werden. Außerdem wurde RTI Technologies aus York/Pennsylvania akquiriert. Das Unternehmen ist auf Klima-Servicegeräte für Werkstätten spezialisiert.

Ergebnis und Ertrag

Blick in die Filterfertigung.
Blick in die Filterfertigung.
(Foto: Mahle)

Das EBIT betrug 387 Millionen Euro und hatte ein Wachstum von 27 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Quote stieg von 6 auf 6,3 Prozent. Der Jahresüberschuss pendelte sich bei 148 Millionen Euro ein und sank um 82 Millionen Euro, minus 35 Prozent. Junker nannte dafür zwei Gründe: Rückstellungen um mögliche Strafzahlungen der EU-Kommission wegen illegaler Preisabsprachen gegen die Behr-Gruppe aufzufangen und Anlaufverluste bei dem Gemeinschaftsunternehmen mit Bosch (BMTS) im Geschäft mit Turboladern drücken den Überschuss.

Bei BMTS erwartet Junker im Jahr 2015 schwarze Zahlen. Kunden und Projekte gibt es schon einige im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich. Neben Volkswagen und Audi setzen jetzt auch Deutz im Off-Highway- und die MTU im Großmotorenbereich auf Produkte von BMTS. Weitere Projekte sind in Arbeit, wurden aber nicht benannt.

So ist dann auch laut Junker für BMTS neben den Werken in Blaichach/Allgäu und St. Michael/Kärnten ein weiterer Standort in der Diskussion. Wo das neue Werk gebaut werden soll wollte er allerdings nicht kommunizieren. Europa schloss er aus, deshalb ist es wohl wahrscheinlich, dass Asien, speziell China als größter Wachstumsmarkt, den Zuschlag erhält.

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