Werk Steyr MAN-Betriebsrat: „Der Preis ist zu hoch“

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

Der Nutzfahrzeughersteller MAN will sein Werk im österreichischen Steyr an einen Investor verkaufen. Entlassungen und Gehaltskürzungen stehen im Raum.

Der Nutzfahrzeughersteller will sein Werk in Österreich verkaufen.
Der Nutzfahrzeughersteller will sein Werk in Österreich verkaufen.
(Bild: MAN)

Der zum Volkswagen-Konzern gehörende Nutzfahrzeughersteller MAN will sein Werk im österreichischen Steyr an den Investor Siegfried Wolf verkaufen. Wolfs Angebot sei das „einzige mit industrieller Logik“, sagte MAN-Chef Andreas Tostmann am Freitag (26. März) im Anschluss an eine Betriebsversammlung, wie die Nachrichtenagentur Dpa berichtet.

Es sei sozial verträglich und der Investor solide. Der ehemalige Magna-Chef Wolf will in Steyr ein eigenständiges Unternehmen mit Logistik und Vertrieb aufbauen und auch die Eigenmarke Steyr „wieder zum Leben erwecken“.

Verkauf oder Schließung

Tostman sagte, er könne die Ängste der Belegschaft verstehen, deren „mulmiges Gefühl im Magen“, aber die Zukunftslösung für Steyr sei einzig Wolf. Ansonsten gebe es nur einen Weg: Das Werk in Steyr Ende 2023 zu schließen. Bei der Belegschaft gibt es allerdings noch Skepsis. „Das Konzept ist schlüssig, aber der Preis ist zu hoch“, sagte Arbeiter-Betriebsratschef Erich Schwarz.

Wolf will von der aktuell 1.845 Personen zählenden Stammbelegschaft nur rund 1.250 Leute übernehmen, zudem steht eine maximal 15-prozentige Kürzung des Nettoeinkommens im Raum.

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