Suchen

Kiekert Man will verlagern

| Redakteur:

Der Automobilzulieferer Kiekert will angesichts rückläufiger Umsätze seinen Sparkurs verschärfen und Teile der Produktion nach Tschechien verlagern.

Firmen zum Thema

( Archiv: Vogel Business Media )

Der Automobilzulieferer Kiekert will angesichts rückläufiger Umsätze seinen Sparkurs verschärfen und Teile der Produktion nach Tschechien verlagern. Hierdurch würden 200 Mitarbeiter des Unternehmens ihren Arbeitsplatz verlieren, teilte der Hersteller von Kfz-Türschlössern am Freitag in Heiligenhaus bei Düsseldorf mit. Presseberichte, wonach das Unternehmen den Standort komplett schließen werde, wies Kiekert zurück. Der Vorstand stehe zum Standort Heiligenhaus und habe nicht die Absicht, den geltenden Standortsicherungsvertrag aufzukündigen.

Zugleich zeigte sich das Management zuversichtlich, mit Betriebsrat und Gewerkschaften eine Einigung über die Maßnahmen zur weiteren Kostensenkung zu erzielen. Kiekert beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit noch 1.500 Mitarbeiter. Nach den ursprünglichen Planungen sollten bis Ende 2009 die Beschäftigtenzahl auf 1.350 sinken. 2005 hatte das Unternehmen, das nach dem Ausstieg des Finanzinvestors Permira inzwischen Gläubigerbanken wie unter anderem Morgan Stanley und Deutsche Bank gehört, einen Umsatz von 460 Millionen Euro erzielt. Kiekert sieht sich weltweit als Markt- und Innovationsführer von Kfz-Verriegelungssystemen.