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Preh Markteinbruch trifft Umsatz und Ergebnis

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die weltweite Autokrise trifft auch Preh hart. Der Spezialist für Fahrerbedien-, Sensor- und Steuersysteme entwickelt sich zwar besser als der Gesamtmarkt, dennoch rechnet die Geschäftsführung für 2009 mit einem leicht negativen Ergebnis.

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Im vergangenen Jahr 2008 hat Preh sein Wachstum nicht fortsetzen können. Der Umsatz ging auf rund 305 Millionen Euro zurück und verfehlte damit den vergleichbaren Vorjahreswert leicht. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet auch Preh mit weiterhin ungünstigen Vorgaben durch den Automobilmarkt. Das Unternehmen setzt jedoch darauf, dass es sich aufgrund zahlreicher Neuanläufe und seiner Positionierung in vergleichsweise robusten Marktsegmenten 2009 besser als der Gesamtmarkt entwickeln wird.

Aufgrund des konjunkturellen Einbruchs ging 2008 das Ergebnis vor Steuern (EBT) deutlich zurück. Es erreichte 4,2 Millionen Euro nach 12,7 Millionen Euro im Jahr zuvor. Für 2009 stellt sich Preh auf ein leicht negatives Ergebnis ein.

„Zweistellige Umsatzrückgänge“

„Die Krise der Automobilindustrie hat auch Preh in eine schwierige Lage gebracht. Nach fünf Jahren mit kräftigen Wachstumsraten müssen wir seit dem vierten Quartal 2008 aufgrund drastisch reduzierter Kundenabrufe zweistellige Umsatzrückgänge verkraften“, sagte Dr. Michael Roesnick, Vorsitzender der Geschäftsführung der Preh GmbH, während der Präsentation der Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres. „Es gibt aber auch Lichtblicke: Wir entwickeln uns weiterhin besser als der Gesamtmarkt, der z.B. allein in Westeuropa im ersten Quartal 2009 einen Produktionsrückgang von rund 43 Prozent verzeichnet hat. Zudem haben wir in den vergangenen Monaten ein hervorragendes Neugeschäft mit deutschen Automobilherstellern gewonnen.“

Gesellschafter stellen weitere Mittel bereit

Um Preh gegebenenfalls auch für eine länger andauernde Krise zu rüsten, wurde ein Paket zur Erweiterung der Kreditlinien und zur Bereitstellung von frischem Kapital geschnürt. Hierfür haben die Mehrheitsgesellschafter, die Deutsche Beteiligungs AG und ihre Co-Investoren, rund sieben Millionen Euro bereitgestellt. „Ich werte dies als einen besonderen Vertrauensbeweis unserer Gesellschafter“, hob Roesnick hervor. „Wir sind damit in einer komfortableren Position als mancher Wettbewerber und so gut gerüstet, um nach der Krise unseren erfolgreichen Wachstumskurs engagiert fortsetzen zu können.“

Mitarbeiter leisten Beitrag zur Unternehmenssicherung

Neben der bereits seit dem 9. Februar 2009 laufenden Kurzarbeit haben sich Geschäftsführung und Betriebsrat zusätzlich auf umfassende Maßnahmen zur Kostensenkung und Liquiditätsverbesserung geeinigt. Hierzu gehören z.B. die Verschiebung einer zweiten Tariferhöhung und von Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Derzeit beschäftigt die Preh-Gruppe rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ein neuer Preh-Standort im rumänischen Brasov hat unlängst den Betrieb aufgenommen. Gerade angesichts der gegenwärtigen Automobilkrise kommt dem Standort nach Einschätzung von Roesnick eine wichtige Rolle zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Preh zu.

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