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Personalie Martin van Vugt verlässt Kia Deutschland

| Redakteur: Andreas Wehner

Der bisherige Geschäftsführer kehrt dem Importeur den Rücken. Die Aufgaben von Martin van Vugt übernimmt kommissarisch Vertriebschef Tom Ring.

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Martin van Vugt.
Martin van Vugt.
(Foto: Kia)

Kia-Deutschland-Geschäftsführer Martin van Vugt hat den Importeur verlassen. Eine Kia-Sprecherin bestätigte entsprechende Informationen aus Branchenkreisen. Van Vugt sei „auf eigenen Wunsch“ gegangen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Die Aufgaben van Vugts übernimmt der bisherige Direktor Vertrieb und Händlernetzentwicklung, Tom Ring, ab sofort kommissarisch.

Van Vugt war im Februar 2011 zu Kia gekommen. Der Niederländer stand zuvor an der Spitze von Mitsubishi Motors Deutschland.

Kia war zuletzt den eigenen Zielen hinterhergehinkt. Bereits 2013 hatte der Importeur nur 56.000 statt der ursprünglich angepeilten 63.000 Neuzulassungen erreicht. Für das laufende Jahr hatte Kia ein Wachstum auf 60.000 Einheiten angekündigt. Von Januar bis Juli hatte das koreanische Fabrikat 33.000 Neuzulassungen erreicht und lag damit im Vergleich zu den ersten sieben Monaten des Vorjahrs um 5,1 Prozent im Minus. Allerdings ist der Privatmarkt, der für Importeure wie Kia besonders wichtig ist, zuletzt deutlich im Minus gewesen. Sein ursprünglich angepeiltes Ziel, im Jahr 2016 mindestens 100.000 Neuzulassungen zu erreichen, musste van Vugt bereits im vergangenen Jahr aufgeben.

Eine der wesentlichen Aufgaben des Managers war die Umgestaltung des Händlernetzes. Kia hatte seinen Partnern mit Wirkung zum 31. Mai 2013 flächendeckend die Partnerverträge gekündigt. Die Fluktuation im Netz war seitdem groß. Ursprünglich hatte Kia das Ziel ausgegeben, bis 2016 in Deutschland über 570 Vertriebsstützpunkte zu verfügen. Zuletzt war der Importeur beim Netzausbau jedoch auf die Bremse getreten. Zum Jahresbeginn bestand das Kia-Händlernetz aus 340 Vertriebsstützpunkten und zusätzlich 200 Servicestandorten.

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