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Schaeffler Massiver Stellenabbau geplant

| Redakteur: Thomas Weber

Der angeschlagene Zulieferer aus Herzogenaurach will weltweit rund 8.000 Arbeitsplätze streichen. Davon sollen allein in Deutschland 5.000 Stellen betroffen sein.

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Schaeffler will allein in Deutschland rund 5.000 Arbeitsplätze streichen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am heutigen Freitag aus unternehmensnahen Kreisen. Weltweit sollen dem Vernehmen nach 8.000 Stellen der insgesamt 66.000 Arbeitsplätze wegfallen. Deutsche Standorte, an denen rund 28.000 Menschen beschäftigt sind, wären damit von dem Stellenabbau überproportional stark betroffen. Ein Unternehmenssprecher lehnte dazu eine Stellungsnahme ab.

Die Stellenabbau-Pläne wolle die Firmenleitung am kommenden Dienstag (12. Mai) bekanntgegeben, heißt es. Für den nächsten Mittwoch seien Betriebsversammlungen geplant. Der Gesamtbetriebsrat hatte schon vor einem Beschäftigungsabbau gewarnt. „Angesichts der bereits angewandten Kurzarbeit kann sich jeder ausrechnen, dass Arbeitsplätze bei der Schaeffler-Gruppe akut gefährdet sind“, erklärte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Norbert Lenhard am gestrigen Donnerstag in einer am Stammsitz Herzogenaurach verbreiteten Mitteilung.

Die Betriebsräte wollen allerdings mit Macht gegen betriebsbedingte Kündigungen kämpfen, unterstreicht Lenhard. Dabei verweist er auf bestehende Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung. Schaeffler-Chef Jürgen M. Geißinger hatte in dieser Woche noch gesagt, eine Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern habe höchste Priorität.

dpa

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