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VDA-Jahrespressekonferenz Matthias Wissmann: Das Automobiljahr 2014 bringt Aufwärtsbewegung

| Redakteur: Michael Ziegler

Anlässlich der VDA-Jahrespressekonferenz resümiert Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), das Jahr 2013 und gibt einen Ausblick auf 2014: „Für Westeuropa wird ein leichtes Plus erwartet – China und USA tragen das Wachstum.“

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Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).
Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).
(VDA)

Statement von Matthias Wissmann:

Das Automobiljahr 2013 ist – global betrachtet – durchaus erfreulich: Der Pkw-Weltmarkt legt um 5 Prozent auf 72,2 Mio. Einheiten zu. Getragen wird das Wachstum von den beiden großen Märkten USA und China: Der US-Markt steigt 2013 voraussichtlich um 7 Prozent auf knapp 15,5 Mio. Light Vehicles. Das Wachstum in China wird mit 21 Prozent sogar dreimal so hoch sein. Der chinesische Pkw-Markt wird 2013 die 16-Millionen-Marke erreichen und damit erstmals der größte Markt sein. Die deutschen Hersteller können in China das dortige hohe Wachstumstempo mitgehen – sie haben einen Marktanteil von über 20 Prozent.

Westeuropa hingegen befindet sich nach schwierigen Jahren auf dem Weg der langsamen Erholung. Im Gesamtjahr 2013 wird der Absatz mit 11,4 Mio. Pkw zwar noch 3 Prozent unter dem Vorjahr liegen, doch im zweiten Halbjahr ist eindeutig eine leichte Aufwärtsentwicklung erkennbar: Abgesehen vom August lag der Absatz jeweils über dem Vorjahresmonat. Insgesamt wird damit allerdings das schwache erste Halbjahr nicht vollständig kompensiert.

Der japanische Markt wird 2013 mit knapp 4,4 Mio. Pkw leicht rückläufig sein. Vom russischen Markt gehen 2013 keine Impulse aus (-7 Prozent auf gut 2,7 Mio. Einheiten), ähnlich sieht es in Indien aus (-9 Prozent auf gut 2,5 Mio. Pkw). Der Absatz in Brasilien bleibt leicht unter dem Vorjahrsniveau (-1 Prozent auf 3,6 Mio. Light-Vehicles).

Pkw-Inlandsmarkt 2013 noch verhalten

Der Pkw-Inlandsmarkt hat sich 2013 erwartungsgemäß verhalten entwickelt. Bis November wurden 2,74 Mio. Personenwagen neu zugelassen, das entspricht einem Rückgang von 5 Prozent. Allerdings hat sich die Lage im zweiten Halbjahr verbessert: Von Januar bis Juni lagen die Neuzulassungen noch um 8 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres, von Juli bis November sind es nur noch minus 1 Prozent. Im November wurden 254.700 Pkw neu zugelassen (-2 Prozent), arbeitstäglich bereinigt entspricht das einem Plus von 3 Prozent. Die langsame Stabilisierung des deutschen Marktes setzt sich also fort. Im Gesamtjahr werden wir mit 2,93 Mio. Neuzulassungen noch unter dem Volumen des Vorjahres liegen (-5 Prozent). Erfreulich ist, dass der Inlandsauftragseingang der deutschen Hersteller sich im zweiten Halbjahr mit plus 2 Prozent ebenfalls aufgehellt hat (1. Halbjahr: - 4 Prozent). Auch hier sehen wir eine deutliche Stabilisierung.

Export und Inlandsproduktion legen leicht zu

Trotz des schwierigen westeuropäischen Marktes werden Export und Inlandsproduktion im Gesamtjahr 2013 leicht zulegen. Wir rechnen mit einer Pkw-Fertigung an den deutschen Standorten von 5,45 Mio. Einheiten (+1 Prozent), der Export wird mit 4,18 Mio. Neuwagen ebenfalls um 1 Prozent wachsen. Der starke Export – mehr als drei von vier Autos, die hier gebaut werden, gehen in internationale Märkte – sorgt für eine gestiegene Beschäftigung am Standort Deutschland: Die Stammbelegschaften umfassen 760.000 Mitarbeiter (September 2013), das entspricht einem Plus von über 10.000 Arbeitsplätzen. Im bisherigen Jahresverlauf (Januar-September) liegt die Beschäftigung bei 754.000. Das sind 14.000 Mitarbeiter mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In den ersten neun Monaten konnte der Umsatz der deutschen Automobilindustrie mit 269 Mrd. Euro auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten werden.

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