Online-Rollenspieler können Autobesitzer werden Mazda fahren im Cyberspace

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Nutzer des Online-Rollenspiels "Second Life" können jetzt virtuell die Mazda-Studie "Hakaze" ausprobieren.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Nutzer des Online-Rollenspiels "Second Life" können jetzt virtuell Mazda fahren. Der japanische Automobilhersteller hat am Donnerstag in der Internet-Welt seine Studie "Hakaze" vorgestellt. Second-Life-Bewohner können auf der Insel "Nagare Island" die Cyberspace-Variante des Fahrzeugs auf einem speziellen Kurs testen. Wer auf dem Testparcours einen bestimmten Sprung meistert, darf das Fahrzeug behalten.

"Uns ist klar, dass man ein Auto in einer virtuellen Welt nicht so erfahren kann wie in der Realität. Aber darum geht es auch nicht. Es geht um Spaß", sagte die Second-Life-Persönlichkeit von Mazda, Birty Barthelmess, bei der Pressevorstellung. Passend zu dieser Aussage befindet sich in jedem Hakaze ein Kite-Surfbrett. Beim Kite-Surfing wird statt eines Segels ein Lenkdrachen verwendet, der das Surfbrett zieht.

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Das können Second-Life-Nutzer auf Nagare Island ebenfalls virtuell ausprobieren. Mazda hat außerdem einen Designwettbewerb ins Leben gerufen, bei dem die Teilnehmer ihr eigenes Surfbrett gestalten können. Der Sieger erhält eine echte Statue seiner Second-Life-Figur. Die real existierende Studie Hakaze, die zusammen mit Kite-Surfern entwickelt wurde, zeigt Mazda im März auf dem Genfer Automobilsalon.

Online-Welt als Werbeplattform

Second Life ist eine 3D-Simulation, in der Nutzer auf verschiedene Weise miteinander in Kontakt treten können. Mit dem Anlegen eines Avatars, also einer virtuellen Persönlichkeit wird man zum Bewohner und kann sich frei in der mittlerweile riesigen Welt bewegen. Der Avatar kann nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden. Für alles was man in Second Life kauft, muss man allerdings wirklich bezahlen. Eine eigene Währung, die in US-Dollar getauscht werden kann, bindet die Online-Welt in den realen Wirtschaftskreislauf ein. Dabei ist ein US-Dollar derzeit etwa 270 virtuelle Dollar wert.

Auch andere Firmen haben Second Life bereits als Werbeplattform entdeckt. So gibt es einen virtuellen Adidas-Laden, in dem man Schuhe aus der aktuellen Kollektion für seinen Avatar kaufen kann. Der Axel-Springer-Verlag veröffentlicht eine Wochenzeitung in der Online-Welt.