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Rückruf Mazda ruft die Baureihen 2, 3, 6 und CX-5 zurück

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jens Scheiner

Eine größere Aktion wegen gleich mehrerer Probleme im Bereich Bremse und Dieselmotor sowie eine kleinere wegen möglichem Kraftstoffverlust stehen aktuell in den Vertragsbetrieben an.

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Auch der Mazda2 muss wegen Problemen in die Werkstätten gerufen werden.
Auch der Mazda2 muss wegen Problemen in die Werkstätten gerufen werden.
(Bild: Mazda )

Mazda ruft in Europa über 73.000 Einheiten der Baureihen 3, 6 und CX-5 mit Dieselmotorisierung wegen mehreren Problemen zurück, davon 18.500 in Deutschland. Die Aktionen „AJ024E“ und „AJ024A“ sind laut Mazda Motors Deutschland schon seit März bekannt, wurden nun aber nochmals überarbeitet. Neu ist ein Rückruf für 1.839 in Europa gemeldete Mazda2 (DJ) wegen einem möglichen Kraftstoffverlust. 258 dieser Fahrzeuge befinden sich in Deutschland.

Bei ihnen steht im Rahmen der Aktion „AJ030A“ eine Überprüfung und gegebenenfalls ein Tausch der Halterung des Entlüftungsmagnetventils an. Denn es besteht die Gefahr, dass die Halterung die Kraftstoff-Hochdruckleitung berühren und auf Dauer aufscheuern könnte. Die in diesem Jahr zwischen 6. März und 20. April gebauten Kleinwagen müssen für maximal eine halbe Stunde in die Werkstatt.

Mehrere Teile werden geprüft

Deutlich länger, nämlich bis zu fünf Stunden, kann es dauern, um die diversen Probleme bei den Mittelklassemodellen (BM und GJ) und dem SUV (KE) zu beseitigen. Bei allen Fahrzeugen aus verschiedenen Bauzeiträumen zwischen 26. Januar 2012 und 21. Januar 2016 steht ein Tausch der Unterdruckpumpe an. Zudem erfolgt ein Softwareupdate der Motorsteuerung. Mit Ausnahme von 3.000 Exemplaren prüft Mazda außerdem noch den Motor auf Verbrennungsgasaustritt an den Injektordichtungen. Der Reparaturumfang dieser dritten Maßnahme sei abhängig von Prüfergebnis, hieß es in der Importeursmitteilung.

Der Pumpentausch beugt einem möglichen Leistungsabfall nach mehrmaligem Betätigen des Bremspedals in kurzer Zeit vor. Das Softwareupdate dient zur Verhinderung von Spannungsschwankungen und schädlichen Spannungsspitzen im Injektoren-Schaltkreis. Ein drittes Problem stellt die Ablagerung von Verbrennungsgasen im Ölkreislauf und eine übermäßig schnelle Motorölalterung dar. Liegt ein solcher Fall vor, ist das Anzugsmoment der Montagemuttern der Injektoren nicht korrekt.

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