Supersportwagen McLaren Artura: Wie der Hybrid leichter wurde

Autor Thomas Günnel

Der Artura ist McLarens erster Hybrid; und mit 1.498 Kilogramm das leichteste Fahrzeug seiner Klasse. Paul Chadderton leitet die Produktkommunikation des Herstellers und erklärt, wie das Auto leichter wurde und welche Rolle die neue Chassis-Plattform spielt.

Paul Chadderton ist Global Product Communications & PR Manager beim britischen Sportwagenhersteller McLaren.
Paul Chadderton ist Global Product Communications & PR Manager beim britischen Sportwagenhersteller McLaren.
(Bild: McLaren)

Herr Chadderton, im Artura setzt McLaren erstmals die Chassis-Plattform „McLaren Carbon Lightweight Architecture“ (MCLA) ein. Was steckt dahinter?

Es ist die erste Architektur, die wir im McLaren Composites Technology Centre (MCTC) in der Region Sheffield innovieren und herstellen. Die MCLA ist für die elektrifizierte Zukunft von McLaren konzipiert. Wir konzentrieren uns dabei darauf, das Fahrzeuggewicht zu senken. So können wir gleichzeitig elektrifizierte Antriebsstränge einführen, die tendenziell schwerer sind als traditionelle Benzinmotoren – büßen aber nichts von den Fahreigenschaften ein, die unsere Kunden erwarten. Gleichzeitig fahren wir so energieeffizienter.

Welche technischen Merkmale hat die Plattform?

Die Plattform besteht aus drei Elementen: einer völlig neuen Kohlefaser-Monocoque-Insassenstruktur, einem neuen Chassis mit Aluminium-Crash-Beams und hinterem Hilfsrahmen sowie einer erstmals auf dem Markt erhältlichen, domänenbasierten Ethernet-Elektroarchitektur. Wir können die Plattform flexibel einsetzen. Die Kohlefaserstruktur bietet nun zusätzlich eine Sicherheitszelle für das Batteriepaket und integriert weitere Crash- und Tragfähigkeitsfunktionen. Sie wiegt 82 Kilogramm, umfasst aber nun auch das Batteriefach, die Aero-Oberflächen, die B-Säulen und die Türscharnierbefestigungen.