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ADAC Mehr Elektronikpannen bei Lkw

| Autor / Redakteur: Stephan Richter / Stephan Richter

Die Pannenstatistik 2009 des ADAC-Truckservice benennt zum zweiten Mal in Folge Schäden an der Elektronik als häufigste Pannenursache bei Lkw.

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Elektronikprobleme haben im Jahr 2009 die meisten Pannen an Lkw und Bussen hervorgerufen. Sie verursachten im vergangenen Jahr 30,4 Prozent aller Nfz-Ausfälle in Europa (2008: 28,2 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt die Lkw-Pannenstatistik 2009 des ADAC-Truckservice auf der Basis von 93.000 stichprobenartig ausgewählten Pannenfällen.

Reifenschäden liegen wie im Vorjahr auf Platz zwei. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres zuvor haben sie von Januar bis Dezember 2009 wieder zugenommen und machten insgesamt 27,2 Prozent der Pannen von Nutzfahrzeugen aus. Bei 22 Prozent der Einsätze beendeten defekte Motoren frühzeitig die Fahrt der Lkw-Fahrer.

Mehr als 50 verschiedene Pannenauslöser

Laut der Statistik wächst die Komplexität der Pannenursachen: Rund 50 unterschiedliche Auslöser trugen zu den drei oben genannten größten Pannenarten bei. Versagt die Elektrik und Elektronik in Nutzfahrzeugen, sind in erster Linie defekte Generatoren (32 ,1 Prozent) dafür verantwortlich, gefolgt von entleerten Batterien (23,3 Prozent) und schadhaften Anlassern (15,5 Proznet).

Reifenpannen hingegen entstehen zum größten Teil durch den Reifen selbst - nicht ausreichend festgezogene Radmuttern und Schrauben sowie gebrochene Reifenbolzen haben gemäß der Statistik nur eine untergeordnete Bedeutung.

Mehr Kosten für die Kunden

Im Fall von Motorschäden sind defekte Keilriemen der Hauptauslöser. Weiterhin sind Probleme mit dem Kühler und den Filtersystemen bzw. Schlauchverbindungen häufig für eine Motorpanne verantwortlich. „Wir beobachten seit Jahren, dass die Komplexität der Pannenursachen zunimmt. Für unsere Kunden bedeutet dies mehr Aufwand, höhere Kosten und ein hohes Risiko bei der Leistungserbringung“, so Werner Renz, Geschäftsführer ADAC TruckService.

Als weitere Pannenursache nennt die Statistik Schäden an den Bremsen (5,3 Prozent), durch Betriebs- und Zusatzstoffe (4,3 Prozent), am Antriebsstrang oder Aufabu (2,9 Prozent) sowie am Fahrwerk (2,5 Prozent).

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