E-Mobilität Mercedes baut eigenes Schnell-Ladenetz

Quelle: sp-x

Der Autohersteller Mercedes-Benz baut künftig Schnelllade-Hubs unter eigenem Logo. Auch Fahrer anderer Fabrikate sollen die Ladepunkte nutzen können.

Mercedes will in den USA ein eigenes Netz Schnellladestationen errichten.
Mercedes will in den USA ein eigenes Netz Schnellladestationen errichten.
(Bild: Mercedes-Benz)

Mercedes will ein weltweites Netzwerk von Ultra-Schnellladestationen aufziehen. Der Start soll in Nordamerika erfolgen, erklärte der Autohersteller auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas. Bis 2027 sollen in den USA mehr als 400 Ladeparks mit über 2.500 High-Power-Charging-Säulen entstehen. Europa, China und andere Kernmärkte folgen.

In dem eigenen Netzwerk sollen Kunden unter anderem Ladesäulen reservieren können; und dank Plug-&-Charge-Funktion auf eine Authentifizierung vor Ort verzichten können. Nutzbar sind die Ladepunkte aber auch für die Fahrer anderer Fabrikate. Je nach Region und Standort sollen vier bis zwölf, in Einzelfällen auch bis zu 30 Hochleistungs-Ladesäulen mit bis zu 350 kW installiert werden – eine Leistung, die die aktuellen Fahrzeuge der Marke noch gar nicht nutzen können.

Schnellladehubs mit Gastronomie

Für die Anlage selbst verspricht Mercedes ein großzügiges Platzangebot und nach Möglichkeit eine Überdachung. Zudem sollen Überwachungskameras für ein hohes subjektives Sicherheitsempfinden sorgen. Gastronomie- und Sanitär-Einrichtungen in der Nähe sind ebenfalls vorgesehen. Zu finden sein werden die Schnellladehubs laut Hersteller „in wichtigen Städten und Ballungszentren in der Nähe von Hauptverkehrsadern und verkehrsgünstigen Einzelhandels- und Dienstleistungsstandorten“. Auch die Autohäuser der Marke sollen als Standorte dienen.

Außer über das geplante eigene Ladenetzwerk tritt Mercedes in Europa bereits mit dem Gemeinschaftsunternehmen Ionity als Ladesäulenbetreiber auf. Beide Ansätze sollen nebeneinander bestehen. Mit dem eigenen Netzwerk ist das Unternehmen aber nicht allein: Pionier in dieser Hinsicht ist Tesla mit seiner Supercharger-Strategie, aber auch Volkswagen baut in den USA unter der Marke „Electrify America“ an Lade-Infrastruktur.

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