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Elektromobilität Mercedes testet stärkere Variante des E-Actros

| Autor/ Redakteur: Elfriede Munsch/SP-X / Maximiliane Reichhardt

Die strengen CO2-Vorschriften sorgen dafür, dass mehr batterieelektrische Lkws auf den Markt kommen. Mercedes will nächstes Jahr eine weitere Variante seine E-Actros bringen – wenn auch erst mal nur auf eine Teststrecke.

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Daimler will nächstes Jahr eine stärkere Variante seines batterieelektrischen Mercedes Actros testen.
Daimler will nächstes Jahr eine stärkere Variante seines batterieelektrischen Mercedes Actros testen.
(Bild: © Daimler AG)

Daimler will nächstes Jahr eine stärkere Variante seines batterieelektrischen Mercedes Actros in sein Testprogramm nehmen. Genaue Angaben zur Reichweite und Batterieleistung der E-Zugmaschine macht der Hersteller noch nicht. Die seit September 2018 bundesweit im Testbetrieb befindlichen E-Actros-Modelle, die als 18- oder 25-Tonner im Verteilerverkehr unterwegs sind, haben eine Reichweite von 200 Kilometern und ihre Lithium-Ionen-Speicher verfügen über eine Kapazität von 240 kWh.

Stärkerer E-Actros kommt erst mal abseits der Autobahnen

Ein Haupteinsatzgebiet der neuen E-Version soll ein sechs Kilometer langes Teilstück auf der B462 in der Nähe von Gaggenau sein. Hier werde 2020 das Oberleitungsprojekt „eWay BW“ starten. Auf dem mit Oberleitungen ausgestatteten Abschnitt soll hier zum ersten Mal abseits der Autobahnen (A1 und A5) die Elektrifizierung von Lkw im Schwerlastverkehr erforscht werden.

Stromversorgung durch feste und mobile Ladesäulen

Die Hybrid-Laster der schwedischen VW-Tochter Scania ziehen den Strom für ihre elektrische Fahrt mittels eines Stromabnehmers von Siemens aus der Oberleitung. Der neue E-Actros tritt mit seinem Batteriekonzept in direkten Vergleich zu den Elektro-Diesel-Hybrid-Lkws. Feste beziehungsweise mobile Ladesäulen stellen bei dem Mercedes-Teilnehmer die Stromversorgung sicher. Außerdem schicke Mercedes noch aktuelle, mit Diesel angetriebene Actros-Fahrzeugen auf die Strecke. Die Fahrzeuge sollen dann Daten über Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit unter Alltagsbedingungen generieren.

Einfache Gegenüberstellung

Die Fahrzeuge mit den unterschiedlichen Antriebskonzepten fahren während der Testperioden nicht nur dieselbe feste Verteilerstrecke mit identischer Ladung und Aufbau, sondern auch möglichst zur gleichen Tageszeit. Somit sind Einflüsse, zum Beispiel aufgrund von Wetterbedingungen oder der Verkehrslage, auf den Verbrauch und damit bei den E-Varianten auf die Reichweite bei den Testfahrzeugen gleich. So sollen sich die Ergebnisse leichter gegenüberstellen lassen.

Der neue elektrische Mercedes-Lkw dürfte in Serie gehen, um die kommenden strengen CO2-Emissionsvorgaben in der Mercedes-Lkw-Flotte erreichen zu können.

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