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Wirtschaft Merkel lobt Tesla-Projekt in Grünheide

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Der Bau des Tesla-Werks in Grünheide bei Berlin wird seit Monaten von Protesten begleitet. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte nun Verständnis für die Gegner des Projekts. Insgesamt sieht sie das Vorhaben aber als positives Beispiel für Deutschland.

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„Dass es Proteste gibt, gehört dazu, und die Einsprüche werden bearbeitet. Insgesamt aber sehe ich eine große Zustimmung“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Blick auf das Tesla-Werk in Grünheide.
„Dass es Proteste gibt, gehört dazu, und die Einsprüche werden bearbeitet. Insgesamt aber sehe ich eine große Zustimmung“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Blick auf das Tesla-Werk in Grünheide.
(Bild: © Deutscher Bundestag / Achim Melde)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Umgang der Brandenburger Landesregierung mit der Fabrik von US-Elektroautohersteller Tesla bei Berlin als positives Beispiel gelobt. „Es freut mich, dass Brandenburg mit Tesla zeigt, wie man mit unseren Gesetzen und Fördermöglichkeiten auch in kurzer Zeit Dinge durchsetzen kann“, sagte die Kanzlerin in einem Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), zu dem auch die „Märkische Allgemeine“ gehört (Freitag).

Tesla baut in Grünheide bei Berlin seine erste Elektroautofabrik in Europa. Dort sollen von Sommer 2021 an rund 500.000 Autos im Jahr produziert werden. Die umweltrechtliche Genehmigung steht bisher aus, deshalb baut Tesla über vorläufige Teilzulassungen. Die Brandenburger Landesregierung unter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte angekündigt, es solle keine Sonderbehandlung für Tesla geben. Umweltschützer und Anwohner befürchten negative Folgen unter anderem für die Wasserversorgung der Region.

„Dass es Proteste gibt, gehört dazu“

Mit Blick auf die Kritik zeigte die Kanzlerin Verständnis. „Protest und Einspruch gehören zum Wesen der Demokratie“, sagte Merkel. „Wer glaubte, die Vororte Berlins seien ideal zum Wohnen, weil sich dort sicher nie Industrie ansiedeln würde, fragt sich jetzt natürlich, was das für ihn bedeutet.“

Sie betonte: „Dass es Proteste gibt, gehört dazu, und die Einsprüche werden bearbeitet. Insgesamt aber sehe ich eine große Zustimmung.“ Seit Mittwoch vergangener Woche debattieren Kritiker, die Einwände beim Land eingereicht hatten, bei einer Anhörung in Erkner mit dem Landesumweltamt über ihre Bedenken

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