Autogipfel Merkel und Automobilindustrie: Gespräche über den Wandel der Branche

Autor / Redakteur: dpa / Thomas Günnel

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: Am Dienstagabend trafen sich Vertreter der Automobilindustrie mit Kanzlerin Angela Merkel zum Autogipfel. Konkrete Ergebnisse fehlen allerdings.

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Wie schafft die Automobilbranche den Wandel in der Mobilität? Beim Autogipfel tauschten sich Industrie und Politik dazu aus.
Wie schafft die Automobilbranche den Wandel in der Mobilität? Beim Autogipfel tauschten sich Industrie und Politik dazu aus.
(Bild: Audi)

Beim Autogipfel mit Kanzlerin Angela Merkel haben sich Politik und Wirtschaft vor allem über Klimaziele und Daten ausgetauscht. Wesentliche konkrete Ergebnisse gab es bei den digitalen Beratungen am Dienstag (23. März) nicht. An den Beratungen mit Merkel nahmen Bundesminister, Regierungschefs der Autoländer wie Niedersachsen sowie Vertreter der Autoindustrie teil.

Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen.

Hildegard Müller

Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, erklärte, Klimaschutzziele und Industriepolitik sollten zusammengedacht werden. „Die Unternehmen brauchen verlässliche und machbare Rahmenbedingungen. Die Unternehmen stehen vor der größten Transformation in der Geschichte der Automobilindustrie, und wir wollen, dass sie gelingt.“ Die vielen verschiedenen Maßnahmen zum Klimaschutz müssten aufeinander abgestimmt sein, damit die Wirtschaft die Transformation leisten könne.

Ausbauplan für Ladestationen notwendig

Müller warnte mit Blick auf den Verbrennungsmotor erneut vor einem Verbot „durch die Hintertür“ „Wenn die EU-Kommission vorschlagen will, die CO2-Werte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zu verschärfen, muss sie zugleich einen detaillierten Ausbauplan für eine Ladeinfrastruktur in ganze Europa vorlegen.“

Ein weiteres Thema beim Autogipfel war ein „Datenraum Mobilität“. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erklärte: „Daten über Verkehr und Infrastruktur sind die Grundlage für die Digitalisierung der Mobilität. Die Vernetzung von Fahrzeugen ist für das autonome Fahren ebenso unerlässlich, wie die Entwicklung von Mobilitätsplattformen für den Personen- und Güterverkehr.“ Mit dem Datenraum solle eine technische Infrastruktur für den dafür notwendigen Informationsaustausch geschaffen werden.

Für einen geplanten „Zukunftsfonds Automobilindustrie“ mit einem Volumen von einer Milliarde Euro wurde einem Papier zufolge ein Expertenausschuss eingesetzt. Dieser soll bis zum Sommer Empfehlungen für die Verwendung der Fördermittel erarbeiten.

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