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Crashtest Messring liefert Crashtechnik an kanadisches Verkehrsministerium

| Redakteur: Michael Ziegler

Der Crashtestspezialist Messring liefert eine Hydrobremse mit Verzögerungsschlitten für die Testanlage des kanadischen Verkehrsministeriums in Blainville.

Messring Hydrobremse mit Schlitten und Bremskeil.
Messring Hydrobremse mit Schlitten und Bremskeil.
(Foto: Messring)

Das Crashtestzentrum PMG (Eigentum des kanadischen Verkehrsministeriums) in Blainville/Kanada mit einer Größe von 5.300 m² wurde von der Münchner Firma Messring projektiert, ausgestattet und 2012 fertiggestellt.

Neben dem bereits installierten Beschleunigungsschlitten, bestellte PMG nun zusätzlich einen Verzögerungsschlitten bei den Crashtestspezialisten aus Bayern. Der Vorteil der Verzögerungs-Crashtechnik liegt laut Messring unter anderem darin, dass die Bewegungsrichtung synchron zum Crash verläuft und nicht invers wie bei Beschleunigungsversuchen.

Schlittensysteme werden rund um den Globus eingesetzt, um Fahrzeugkomponenten auf ihre Sicherheit zu testen. Beide Systeme (Beschleunigung und Verzögerung) haben ihre Vorteile. Allerdings können laut den Experten manche zerstörungsfreien Crashversuche mit einer Hydrobremse (Verzögerungsschlitten) genauer oder ausschließlich auf einer Verzögerungsanlage simuliert werden. Dies gelte vor allem für Pre-Crash-Braking-Szenarien die auf einer Beschleunigungsanlage praktisch nicht darstellbar sind. Außerdem erreiche man mit diesem System eine genaue Reproduzierbarkeit der Crashtestergebnisse, eine hohe Testfrequenz und ein präzises Abbremsen des Schlittens. Die Hydrobremse kann dabei relativ einfach ohne Ausfallzeit des Gesamtsystems in praktisch jede existierende Crashtestanlage integriert werden. Der Einbau des Upgrades in Blainville dauerte eine Woche bis die ersten Versuche durchgeführt werden konnten. Die Hydrobremse wird von Messring in zwei Versionen angeboten - mit 2.0 MN und mit 3.2 MN Bremsstärke.

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