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Reifenmarkt

Michelin erwartet erneutes Wachstum bei den Winterreifen

| Redakteur: Christian Otto

Mit einem neuen Produkt gehen die Reifenspezialisten in die kommende Wintersaison. Dabei wollen sie von den derzeitigen Trends am Fahrzeugmarkt profitieren und ihr großes Engagement bei Forschung und Entwicklung ausspielen.

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Michelin will mit dem Alpin 5 in diesem Winter die sehr gute Marktposition stärken. Der Trend, dass Kunden bevorzugt Premium-Winterreifen kaufen, dürfte den Absatz positiv beeinflussen.
Michelin will mit dem Alpin 5 in diesem Winter die sehr gute Marktposition stärken. Der Trend, dass Kunden bevorzugt Premium-Winterreifen kaufen, dürfte den Absatz positiv beeinflussen.
(Foto: Michelin)

Michelin blickt zuversichtlich in Richtung des kommenden Winters. Der Reifenhersteller erwartet nämlich ein nochmaliges Absatzplus beim Geschäft mit Winterreifen. Gestützt wird diese Einschätzung durch die Prognosen des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e.V. (WDK). Dieser geht von rund 27,8 Millionen Winterreifenverkäufen aus. Das wäre eine nochmalige Zunahme von fast 2 Millionen Einheiten zum Vorjahr.

Michelin profitiert vor allem auch von der hohen Relevanz des deutschen Marktes beim Winterreifengeschäft: „Deutschland ist der Hauptmarkt für Winterreifen in Europa“, betont deshalb Louis Giraud, Marketingleiter Pkw- und Lkw-Reifen bei Michelin.

Trend zu größeren Reifen

Treiber dieser positiven Entwicklung sind laut dem Reifenspezialisten steigende Pkw-Neuzulassungen in Deutschland, die meist auch Winterreifenkäufe nach sich ziehen, sowie ein steigender Fahrzeugbestand am hiesigen Markt. Zudem verbauen auch immer mehr OEMs größere Reifen ab Werk.

Genau diesen Trends will Michelin mit dem neuen Modell Alpin 5 Rechnung tragen. Er folgt auf den Alpin A4 und hat neben dem Einstiegsmodell auch noch weitere Premium-Ableger, die beispielsweise bei SUV´s oder Performancefahrzeugen zum Einsatz kommen sollen. Und Premium ist auch das entscheidende Stichwort, das die Kunden bei der Auswahl ihrer Reifen immer stärker beeinflusst. Der Anteil der Premium-Produkte, wie sie Michelin beispielsweise mit dem Alpin 5 anbietet, ist bereits auf über 50 Prozent gestiegen.

Hoher F&E-Aufwand

Dass der neue Reifen auf einer ausgefeilten Technik basiert, betonte Pierre Ehnis, Verantwortlicher für Produkttechnik und –marketing bei Michelin: „So gibt der Konzern jährlich allein für die Forschung und Entwicklung 620 Millionen Euro im Jahr aus.“ Dabei handle es sich aber um den F&E-Aufwand für alle Produktlinien auch über den Automotive-Bereich hinaus.

Ein Ergebnis dieses Aufwands ist nun der neue Michelin Alpin 5. Er verfügt über ein laufrichtungsgebundenes Profil. Dabei haben die Profilblöcke einen 17 Prozent höheren Negativanteil als das Vorgängermodell Alpin A4. Technik-Experte Ehnis erklärt die Folgen dieser Neuerung: „Der Reifen drückt sich in den Schnee, sodass eine Art Verzahnungseffekt entsteht. Dank der Neuausrichtung der seitlichen Kanäle wird das Wasser sehr gut zur Seite abgeleitet, was das Aquaplaning-Risiko deutlich verringert.“

Sicherheit von Oktober bis April

Hinzu komme die hohe Lamellendichte des Reifens. Die Lamellen gehen bis zum Profilgrund und sind in unterschiedlichen Winkeln angeordnet. Das hat als positive Folge, dass sich je nach Lenkradstellung unterschiedliche Abschnitte der Aufstandsfläche mit dem Untergrund verzahnen können. Der Reifen baut somit in jedem Fahrzustand Grip auf.

Eine weitere Verbesserung zum Vorgänger Alpin A4 sei Michelin beim Nässeverhalten gelungen, denn das Profil breche den Wasserfilm effektiv und verbessere so die Sicherheit auf nasser Fahrbahn. Mit seinem noch breiteren Ansatz soll der Alpin 5 den verschiedenen Witterungsanforderungen gerecht werden, die in der Zeit von Oktober bis April vorherrschen. Denn neben Schnee und Eis dominieren vor allem Matsch und Nässe die Fahrbahnbedingungen in dieser Jahreszeit.

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