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Audi und Sanyo Milliarden-Allianz bei Batterien

| Redakteur: Bernd Otterbach

Audi und der japanische Elektronikkonzern Sanyo wollen einem Pressebericht zufolge bei Hochleistungsbatterien zusammenarbeiten.

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Dabei handle es sich um ein Pilotprojekt für den Volkswagen-Konzern mit einem Volumen von fast einer Milliarde Euro, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ am Dienstag unter Berufung auf Industriekreise.Zunächst werde Audi die Technik der Japaner vorwiegend in Hybridautos, aber auch in andere elektrisch angetriebene Fahrzeuge einbauen. Die Batterien könnten später in alle künftigen Baukasten-VW-Modelle eingebaut werden, auch in Kleinwagen, heißt es weiter.

Sanyo arbeitet bereits mit Volkswagen und Porsche an der Entwicklung eines Hybrid-Antriebs, der spätestens Anfang 2009 in den Geländewagen VW Touareg, Audi Q7 und Porsche Cayenne angeboten werden soll. Geplant ist ein Modulsystem, das sich sowohl mit einem Sechszylinder-Benziner wie auch mit Dieselmotoren kombinieren lässt und das auch im Allradbetrieb eingesetzt werden kann. Daneben entwickelt Volkswagen derzeit in Kooperation mit einer chinesischen Tochterfirma ein Hybridfahrzeug, das rechtzeitig zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking fertig werden soll.

Sanyo steuert zu dem gemeinsamen Projekt eine neue Batteriegeneration mit Lithium-Ionen-Zellen bei. Für eine schnelle Verbreitung der Hybridautos müssten die Systemkosten allerdings unter 1.400 Euro fallen, erklärte das Unternehmen dazu kürzlich. Sollte dies gelingen, winkt ein Milliarden-Geschäft: Bis 2010, so die Prognose des Konzerns, wird der Markt für Hybridautos weltweit auf zwei bis drei Millionen Fahrzeuge wachsen, gut sechs Prozent des Weltmarktes.

Langfristig strebt Sanyo einen Marktanteil von 50 Prozent am weltweiten Hybrid-Batterie-Geschäft an.

AI/dpa

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