Continental Milliardenauftrag für OLED-Displays

Autor / Redakteur: dpa / Nick Luhmann

Gute Nachrichten – nicht zuletzt für den Conti-Standort in Babenhausen: Der Zulieferer hat seine neuartige Bildschirmtechnologie erstmals an einen OEM verkauft.

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Statt der gesamten Hintergrundbeleuchtung herkömmlicher Bildschirme leuchten bei der OLED-Technologie immer nur diejenigen Pixel, die für die aktuell relevanten Informationen benötigt werden.
Statt der gesamten Hintergrundbeleuchtung herkömmlicher Bildschirme leuchten bei der OLED-Technologie immer nur diejenigen Pixel, die für die aktuell relevanten Informationen benötigt werden.
(Bild: Continental)

Der Autozulieferer hat mit seinen neuartigen OLED-Displays für den Autoinnenraum einen ersten Großauftrag an Land gezogen. Mit einem gesamten Auftragsvolumen von rund einer Milliarde Euro kommen die Displays „in ein volumenstarkes Serienfahrzeug eines globalen Autobauers“, wie der Dax-Konzern am Dienstag (9. November) im hessischen Babenhausen mitteilte.

Umschwung auf große Displays

Der Serienstart ist für 2023 geplant. Den Hersteller, der den Conti-Bildschirm demnächst in der Erstausrüstung verbaut, wollte der Zulieferer auf Nachfrage nicht nennen. Für Continental ist der Umschwung weg von mechanischen Anzeigen wie Tachometern im Auto hin zu Infotainmentsystemen mit großen Displays wichtig.

Im Mai hatte Continental den Zuschlag für ein sogenanntes Pillar-to-Pillar-Display bekannt gegeben. Der Trend zum Monitor ist in Zeiten von Fahrerassistenzsystemen, automatisiertem Fahren und Apps ungebrochen. „Was früher PS waren, sind heute Bildschirmdiagonale und Nutzererlebnis“, sagte Frank Rabe, Leiter des Geschäftsbereichs Human Machine Interface, im Frühjahr.

Standord Babenhausen bleibt länger erhalten

Ursprünglich wollte der Konzern das Werk im südhessischen Babenhausen im Rahmen seines Spar- und Strukturprogramms bis 2025 schließen. Die Produktion soll nach einer Einigung mit den Arbeitnehmervertretern nun aber erst Ende 2028 auslaufen. Forschung und Entwicklung für Anzeige- und Bedientechnik sowie Teile der Verwaltung sollen am Standort erhalten bleiben.

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