Batteriezellen Millionenförderung für Zulieferer

Redakteur: Tanja Schmitt

Die Batteriezellen für E-Autos sollen zu einem großen Teil in Europa produziert werden. Zwei Unternehmen werden nun mit über 100 Millionen Euro gefördert.

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Elring Klinger kann sich über rund 34 Millionen Euro freuen.
Elring Klinger kann sich über rund 34 Millionen Euro freuen.
(Bild: Hutzenlaub/Elring Klinger)

Elring Klinger und Manz haben für ihre Batterieprojekte zwei symbolische Bescheidurkunden überreicht bekommen. Diese sind Teil des zweiten gemeinsamen europäischen Projektes (IPCEI) zur Batteriezellfertigung. Der Zulieferer bekommt vom Bundeswirtschaftsministerium und baden-württembergischem Wirtschaftsministerium knapp 34 Millionen Euro, der Maschinenbauer gut 70 Millionen Euro.

Die beiden Projekte

Manz will mit seinem Projekt „Lithium-Batteriefabrik der Zukunft“ Maschinen und Prozesse zur vollautomatisierten Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien der Generationen 3 und 4 entwickeln. Die Herstellprozesse und die dazugehörigen Anlagen basieren auf einem neuen, digitalisierten Geschäftsmodell.

Elring Klinger will ein neues Zellgehäusedesign entwickeln. Dieses komme mit weniger und weniger komplexen Bauteilen aus. Zudem soll der Bedarf an energieintensiven Rohstoffen wie Aluminium und Kupfer reduziert werden.

IPCEI: europäische Batterieprojekte

Seit Anfang 2019 verfolgt das BMWi mit der Europäischen Kommission und weiteren EU-Mitgliedstaaten zwei IPCEI-Großprojekte (Important Projects of Common European Interest) zur Forschung und Entwicklung in der Batteriezellfertigung.

Zur Förderung des Ausbaus innovativer Batteriezellfertigungen stellt das BMWi bis zu drei Milliarden Euro bereit. In Summe werden in den beiden IPCEIs allein in Deutschland durch 15 geförderte Unternehmen Investitionen von über 13 Milliarden Euro angestoßen.

„Es ist unser Ziel, dass wir bis zum Jahr 2030 rund 30 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Batteriezellen aus deutscher und europäischer Produktion bedienen“, sagte die baden-württembergische Wirtschaftsministerin, Nicole Hoffmeister-Kraut.

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