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Elektromobilität Mini E im Schaufenster Elektromobilität

| Autor / Redakteur: Axel de Schmidt / Michael Ziegler

Mit der Übergabe von 25 Mini E an private und gewerbliche Nutzer startet das erste Projekt im bayerisch-sächsischen Schaufenster Elektromobilität.

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Vor der Übergabe an die Testfahrer: 25 Mini E vor der Münchner BMW-Welt. Im neuen „Schaufenster Elektromobilität“ arbeiten die Freistaaten Bayern und Sachsen gemeinsam an der breiten Markteinführung elektrisch betriebener Fahrzeuge.
Vor der Übergabe an die Testfahrer: 25 Mini E vor der Münchner BMW-Welt. Im neuen „Schaufenster Elektromobilität“ arbeiten die Freistaaten Bayern und Sachsen gemeinsam an der breiten Markteinführung elektrisch betriebener Fahrzeuge.
(de Schmidt)

Nach insgesamt 16 Mio. Kilometern, die private und gewerbliche Nutzer seit dem Jahr 2009 in der Modellregion München elektrisch fahren konnten, ist der erste Feldversuch mit 25 Fahrzeugen vom Typ Mini E im neuen „Schaufenster Elektromobilität“ angekommen. Unter dem Motto „Elektromobilität verbindet“ zielen die Freistaaten Bayern und Sachsen künftig als eine von vier ausgewählten Regionen gemeinsam auf die breite Markteinführung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Mit über 150 Partnern und einem Gesamtbudget von mehr als 150 Mio. Euro sollen etwa 70 Projekte angestoßen werden.

Den Anfang machen bis Januar 2013 25 Mini E, die am 6. August in der Münchner BMW-Welt an 15 Privatnutzer sowie zu gleichen Teilen an die Flughafen München GmbH (FMG) und die Stadtwerke München (SWM) übergeben wurden. Beide Unternehmen wollen die Fahrzeuge in ihren Fahrzeugpool integrieren und für Fahrten zu Kunden, auf den Vorfeldern oder dem Parkdienst des Flughafens sowie im Facility-Management und für Kontrollfahrten einsetzen.

Kundenbedürfnisse verstehen

Für die bayerische Staatsregierung kommt es dabei nicht nur darauf an, den Wirtschafts- und Forschungsstandort weiter zu profilieren, betonte Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel bei der Übergabe. Der Durchbruch der Elektromobilität sei vielmehr nur zu schaffen, „wenn wir die Kundenbedürfnisse vor dem geplanten Markthochlauf genau untersuchen und verstehen“. Das Ministerium fördert das Projekt nicht nur finanziell, sondern unterstützt auch die wissenschaftliche Begleitforschung. Dabei geht es vor allem um die Analyse von Änderungen im Fahrverhalten der Nutzer, die neben ihrem Mini E auch ein konventionelles Fahrzeug fahren.

Aufschluss darüber sollen neben Vergleichsfahrten und regelmäßigen Befragungen der Testfahrer auch sogenannte Datenlogger geben, die die Technische Universität München in den Fahrzeugen installiert. Sie zeichnen Daten über die zurückgelegte Fahrstrecke, die Ladepraxis und die gefahrenen Geschwindigkeiten auf. Die Forscher erhoffen sich Erkenntnisse darüber, inwieweit die Besonderheiten eines Elektrofahrzeugs in Bezug auf Reichweite und Lademöglichkeit das Fahrverhalten der Nutzer generell verändert.

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