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Eberspächer Mit Dampf gegen CO2

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die technischen Möglichkeiten, den Verbrauch und damit die CO2-Emissionen zu senken, sind noch längst nicht ausgeschöpft. Sparpotenzial bietet auch die Abwärme.

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Dem Begriff Abwärme klebt der Makel an, nutzlos, weil ungenutzt zu sein. Abwärme entsteht auch bei der Nutzung von Autos mit Verbrennungsmotor. Der Automobilzulieferer Eberspächer will die überschüssige Wärme aus dem Abgasstrang besser nutzen und sie in elektrische oder mechanische Energie verwandeln oder zum Vorwärmen des Katalysators einsetzen.

Das höchste CO2-Einsparpotential mit 10 g/km an CO2 verspricht ein aufwendiges Verfahren, bei dem mittels der Restwärme im Abgastrakt Wasser zu Wasserdampf erhitzt wird. Dieser treibt ein Turbinenrad an. Die dabei entstehende Energie, 800 bis 1.100 Watt, lässt sich entweder mechanisch oder zur Stromerzeugung nutzen. Sie könnte in Zukunft vielleicht die Lichtmaschine entlasten oder sogar ganz ersetzen. Eberspächer rechnet damit, in vier bis sieben Jahren konkrete Ergebnisse vorlegen zu können.

Latentwärmespeicher für Katalysatoren

Bei dem Ansatz, Wärme in Strom zu verwandeln, kommen Halbleitermaterialien zum Einsatz, die die Temperaturdifferenz zwischen heißen Abgasen und der kühleren Luft ausnutzen. Mit 350 bis 400 Watt Energieausbeute rechnen die Entwickler. Das entspricht einer CO2-Reduktion von 5 g/km.

In der dritten Variante werden Katalysatoren über Latentwärmespeicher in wenigen Sekunden auf Betriebstemperatur gebracht, was motorische Maßnahmen zur Aufheizung überflüssig macht. Die Emissionen von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff gehen dadurch um 95 Prozent zurück, schätzt das Unternehmen, da der Motor nicht mehr unter Kaltstartbedingungen anläuft. Die Einsparungen an CO2 beziffert Eberspächer mit etwa 1 g/km.

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