Leichtbau-Gipfel 2013 Mobilität der Zukunft

Redakteur: Thomas Günnel

„Die E-Mobilität wird kommen, es ist nur die Frage, wann“ – war sich Dr. Martin Sautter, Leiter Leichtbau im Bereich Forschung, Neue Technologien, Innovationen der BMW Group, bei seinem Vortrag auf dem Leichtbau-Gipfel 2013 in Würzburg sicher.

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Dr. Martin Sautter, Leiter Leichtbau im Bereich Forschung, Neue Technologien, Innovationen der BMW Group, sah auf dem Leichtbau-Gipfel 2013 der Fachzeitschrift Automobil Industrie die Elektromobilität als einen kommenden logischen Schritt.
Dr. Martin Sautter, Leiter Leichtbau im Bereich Forschung, Neue Technologien, Innovationen der BMW Group, sah auf dem Leichtbau-Gipfel 2013 der Fachzeitschrift Automobil Industrie die Elektromobilität als einen kommenden logischen Schritt.
(Foto: Stefan Bausewein)

Nach Ansicht Sautters hat sich der Hype um die Elektromobilität zwar abgeschwächt, „die Treiber dafür sind aber weiter vorhanden.“ Bis zum Jahr 2030 lebten demnach mehr als 60 Prozent der Weltbevölkerung in Mega-Cities mit mehr als 20 Millionen Einwohnern – und sie alle wollen mobil sein. Zudem finde ein Wertewandel statt, in dessen Verlauf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung an Bedeutung gewinnen. CO2-Vorgaben der Gesetzgeber täten ihr Übriges.

„Die Gewichtsspirale von Anfang an massiv bekämpfen“

Sautter mahnte zudem an, dass nur ein Gesamtkonzept eines Elektrofahrzeugs sinnvoll sein kann. „Die Gewichtsspirale muss von Anfang an massiv bekämpft werden“, führte er aus. Kohlefaser sei zudem das einzige Material für optimalen Leichtbau, fügte er an, und prophezeite dem Werkstoff einen starken Kostenrückgang. Dennoch sei „CFK in der Fläche noch nicht wirtschaftlich“, erklärte Sautter. Die neue Technik sei insofern aber mit dem Spaceframe von Audi vergleichbar: Über die Generationen rechne sich der zunächst teurere Einsatz des Werkstoffs.

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