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Abschalt-Software Möglicher Abgasbetrug: Razzia bei BMW

| Autor / Redakteur: dpa / Jakob Schreiner

Rund 100 Polizisten waren bei BMW in München bei einer Razzia im Einsatz. Dem OEM wird vorgeworfen, eine Abschalteinrichtung verwendet zu haben.

Razzia im BWM Innovationszentrum München.
Razzia im BWM Innovationszentrum München.
(Bild: BMW)

Im BMW-Innovationszentrum in München und im Motorenwerk des Herstellers in Steyr kam es zu Durchsuchungen durch die Münchner Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf: Der Hersteller hat eine Abschalteinrichtung verwendet. BMW selbst sieht einen anderen Zusammenhang.

Falsche Abgaswerte

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat am Dienstag die BMW-Zentrale durchsucht und Ermittlungen wegen Betrugsverdachts bei der Abgas-Reinigung eingeleitet. BMW hatte im Februar mitgeteilt, dass rund 11.000 Dieselautos mit einer falschen Abgas-Software ausgestattet worden seien. „Es besteht der Anfangsverdacht, dass die BMW AG eine prüfstandsbezogene Abschalteinrichtung verwendet“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Razzia bei BMW

Rund 100 Polizisten und Staatsanwälte hätten Räume in der Konzernzentrale, im Forschungs- und Innovationszentrum in München und im Dieselmotorenwerk im österreichischen Steyr durchsucht, sagte ein BMW-Sprecher. Die Razzien stünden „im Zusammenhang mit einer fehlerhaft zugeordneten Software“. Das Programm sei für die SUV-Modelle X5 und X6 entwickelt worden, aber irrtümlich auch auf zwei 5er und 7er-Modelle aufgespielt worden. Dort funktioniere die Abgasreinigung dann nicht mehr korrekt.

BMW gehe weiter davon aus, „dass es sich bei dem Vorfall um eine fehlerhafte Software-Zuordnung handelt und nicht um eine gezielte Manipulation der Abgasreinigung“. Die 11.400 Autos der Modelle M550d X-Drive und 750d X-Drive sollten nach Genehmigung durch das Kraftfahrtbundesamt zurückgerufen und mit der korrekten Software ausgestattet werden. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, die Ermittlungen „stehen erst ganz am Anfang“.

Erst kürzlich hatte die Behörde nach eigenen Untersuchungen BMW vom Vorwurf der Abgasmanipulation bei einem 3er Modell entlastet. Diesen hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erhoben.

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